Arcona Living Bach 14 LeipzigAller guten Dinge sind zwei

Die 52 Zimmer, Suiten und Appartements verteilen sich auf alle drei Gebäude, wo jede Etage ihre eigene Farbe hat – beginnend bei Taubenblau über Olivgrün, Ocker und Himbeerrot bis hin zu Lila. In den Zimmern finden sich diese Farben auf der Wand zwischen Bad und Wohnraum, in den Übergardinen sowie in den Bezugsstoffen wieder. Bei den  Möbeln wurden schlichte moderne Stücke mit historisch inspirierten Schreibtischen und Sesseln kombiniert. In den Einheiten im Renaissancehaus kommen restaurierte originale Holzdecken hinzu, im Neubau bodentiefe Fenster. Die Brücke zu Johann Sebastian Bach schlägt Susanne Seeger in allen Zimmern mit Pendelleuchten bzw. Leselampen aus »Orgelpfeifen« und mit der Tapete über dem Bett­-haupt: Auf ihr sind die Noten der Kantate »Jauchzet Gott in allen Landen« abgebildet. Zusätzlich wird man der Hotelphilosophie »Musik erleben« gerecht mit den fünf Zimmertypen namens »Fuge«, »Motette«, »Partita«, Sonate« und »Kantate« – diese sind zwischen 19 und 54 Quadratmeter groß. Zur Standardausstattung gehören Flachbildschirm-TV, DVD-Player und Soundsystem, »Sonate«, »Fuge« und »Kantate« verfügen zudem über Kitchenetten.
Das Living Bach 14 wird komplettiert durch einen kleinen, aber feinen Wellnessbereich mit Finnischer Sauna, zwei Kneippbecken, Ruhezone und Fitnessraum. Hinzu kommt das sogenannte »Wohnzimmer« im Renaissancehaus, welches 1590 erbaut und denkmalgerecht saniert wurde – inklusive frei gelegtem Fachwerk und Dielenböden. Es dient als Besprechungsraum und als kommunikativer Rückzugsort für alle Hotelgäste. Ausgestattet wurde die »Alternative zum Hotelzimmer« dafür nicht nur mit Sitzgruppe und Tisch, sondern auch mit Kommunikationstechnik und einer Bibliothek, deren Schwerpunkt auf Johann Sebastian Bach liegt. Für größere Tagungen, Konferenzen, Seminare und private Feiern mit bis zu 60 Personen bietet sich der barocke »Sommersaal« im benachbarten Museum an, in dem Bach selbst schon musiziert haben soll.

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So viel Musik auf 666 Quadratmetern Grundstücksfläche scheint anzukommen. Direktor Buchhagen jedenfalls zeigt sich zufrieden über die Auslastung seines Boardinghouses nach der ersten Eröffnung: Unter der Woche konnte er zwischen 20 und 80 Prozent »völlig buntes Publikum« verzeichnen. Erste Firmenkunden waren ebenso darunter wie Individualtouristen und Konzertbesucher. An den Adventwochen­enden, die generell gut laufen in Leipzig, und an Silvester sei das Arcona Living Bach sogar ausgebucht gewesen – zumindest, was die bis dahin verfügbaren Kapazitäten anbelangt. »Für komplette 100 Prozent fehlten acht Zimmer, die damals noch nicht bezugsfertig waren«, erläutert Buchhagen. Zum 20. Januar waren sie es dann aber – damit steht den 100 Prozent nichts mehr im Wege.

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