Arcona Living Bach 14 LeipzigAller guten Dinge sind zwei

Mitten in Leipzig legte das Arcona Living Bach 14 in den vergangenen Monaten einen turbulenten Start hin: Kaum fünf Wochen geöffnet, musste das Hotel & Boardinghouse wegen »handwerklicher Nacharbeiten« schon wieder schließen. Re-Opening war am 20. Januar 2012.

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Grund für die Unterbrechung der Eröffnungsphase: »Einzelne Gewerke wie Malerarbeiten und Trockenbauten waren bis zur ersten Eröffnung am 28. November 2011 auf der Strecke geblieben«, erklärt Hoteldirektor Markus Buchhagen. Hinzu kamen Probleme mit der Elektrik: Nicht alles funktionierte so, wie es eben sollte – deshalb mussten die Handwerker ein zweites Mal anrücken.

Betroffen von diesen »handwerklichen Nacharbeiten« war das gesamte Arcona Living Bach 14. Dieses besteht aus drei Gebäuden, die für neun Millionen Euro renoviert bzw. errichtet wurden: ein Vorderhaus aus der Gründerzeit, ein Renaissancehaus – zugleich Leipzigs ältestes Wohngebäude – und ein neu gebauter kubischer Gartenflügel. Gemeinsam umschließen sie einen mit Glas überdachten Innenhof, in dem Empfang und Lobby untergebracht sind. Darüber hinaus sind sie als Ganzes Teil des historischen Gebäude-Ensembles am Thomaskirchhof, zu dem auch das Leipziger Bach-Archiv und das Bach-Museum gehören.

Johann Sebastian Bach ist das Thema, welches das gesamte Hotel & ­Boardinghouse durchzieht. Die Leipziger Architekten von Fuchshuber & Partner sowie Interior Designerin Susanne Seeger widmeten sich ebenfalls dem Komponisten, der von 1723 bis zu seinem Tod 1750 in Leipzig lebte und arbeitete – das zeigt sich in der (Innen)-Architektur ebenso wie in der Raumausstattung. Gedacht ist das Arcona Living Bach 14 als ein Ort, »an dem sich der Charme früherer Epochen mit modernem Design und exzellentem Komfort eines Hotels verbindet«, erläutert Alexander Winter. Ansprechen möchte der Geschäftsführer der Arcona Hotels & Resorts insbesondere internationale Geschäftsreisende, Städte- und Kulturtouristen, Veranstaltungsplaner sowie in Leipzig gastierende Künstler. Zugleich wolle man mit dem Boardinghouse-Konzept Langzeitgästen »eine interessante und stilvolle Alternative zu klassischen Hotels« anbieten, ergänzt Buchhagen.

Im hoteleigenen Restaurant kommen außerdem die Leipziger selbst hinzu: Auch externe Gäste sollen den Weg in die »Weinwirtschaft« finden. Untergebracht ist diese im Vorderhaus, das komplett entkernt und innen neu errichtet wurde. Bei der Ausstattung ließ sich Susanne Seeger vom Wirken Bachs als Organist inspirieren, was in einem »Kronleuchter« aus vernickelten Stahlrohren, die an Orgelpfeifen erinnern, gipfelt. Ihr Ziel: »den Geist von Bach zu erwecken und dem Gast für kurze Zeit einen Einblick in das Leben des großen Künstlers zu geben«. Küchenchef Thomas Till und seine Mannschaft servieren dazu Frühstück, einen täglich wechselnden Business-Lunch und Abendessen. Zu Tapas und mediterraner Küche empfiehlt die Weinkarte im Zeitungsformat »neue Weine aus aller Welt« – auch zum Mitnehmen.

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