Hotelmarkt KölnAchterbahnfahrt in der Domstadt

Schon heute die Entwicklung des Marktes von morgen kennen – das ist die Intention des Trendbarometers der Fairmas Gesellschaft für Marktanalysen mbH, exklusiv in Kooperation mit Tophotel. Diese Ausgabe im Fokus: der Hotelmarkt in Köln Einheitlich uneinheitlich – so lässt sich die Situation auf dem Kölner Hotelmarkt in diesem Jahr wohl am treffendsten beschreiben.

Von der Ausgangssituation her dürfte in der Domstadt eigentlich kaum Grund zur Klage bestehen, schließlich konnte die Wirtschafts- und Finanzkrise 2010 erfolgreich ad acta gelegt werden. Zu Buche stand ein Auslastungsplus von 7,5 Prozent für das Gesamtjahr, was deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von 5,8 Prozent lag. So hätte es dieses Jahr auch weitergehen sollen, doch die Ende 2010 eingeführte Bettensteuer machte vielen Hoteliers einen Strich durch die Rechnung. »Wir sehen unseren Kongress- und Tagungsmarkt bereits in andere Städte abwandern, nehmen als Hotellerie und Gesamtstandort Köln am allgemeinen Wirtschaftsaufschwung nicht teil und verlieren Marktanteile in unseren stärksten Bereichen«, erklärte Wilhelm Luxem, Direktor des Excelsior Hotel Ernst, angesichts der ersten Quartalszahlen im April.

Diesen zufolge verlor die Hotellerie der Domstadt allein in den ersten zwei Monaten 2011 gegenüber dem Vorjahr rund sechs Prozent, während umliegende Städte wie Düsseldorf oder Bonn – in die potenzielle Gäste aufgrund der Bettensteuer abgewandert sind – mit Auslastungssteigerungen von bis zu 21 Prozent punkten konnten. Dass sowohl die Auslastungszahlen als auch die pekuniären Werte vor allem im ersten Halbjahr 2011 einer Achterbahnfahrt gleichen, liegt neben der Bettensteuer an den starken Messen, die dieses Jahr in Köln auf der Agenda stehen und die den Hoteliers womöglich doch noch einen positiven Jahresabschluss bescheren. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf der Anuga vom 8. bis 12. Oktober: Von den lokalen Revenue Managern wird sie als absolute Top-Messe eingestuft und wohl zu den besten Durchschnittsraten des Jahres beitragen. Ablesen lässt sich das bereits in der aktuellen Prognose des Benchmarking-Spezialisten Fairmas, in der für Oktober von einem 20-prozentigen Plus bei den Zimmerpreisen ausgegangen wird. Etwas darunter liegt der vorhergesagte RevPAR, aber auch dieser präsentiert sich mit einem Plus von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr überaus respektabel. Im weiteren Jahresverlauf zeigt die Achterbahn-Kurve, vor allem in puncto Auslastung, allerdings schon wieder nach unten.

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