AccorUmsatzrückgang um 52 Prozent im ersten Halbjahr 2020

Aufgrund der getroffenen Maßnahmen konnte Accor die Auswirkungen der Krise begrenzen, so CEO Sébastien Bazin. (Bild: Accor)

Die Hotelgruppe Accor zieht eine erste Bilanz für 2020. Die Auswirkungen der Coronakrise sind spürbar, dennoch konnte der Konzern sein Portfolio erweitern.

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Der RevPAR ist demnach im ersten Halbjahr 2020 um 59,3 Prozent gesunken. Der Umsatz ist um 52,4 Prozent auf 917 Millionen Euro gesunken. Der negative wiederkehrende freie Cash Flow beträgt 473 Millionen Euro. Dieser deutliche Rückgang spiegelt die dramatische Verschlechterung in der Industrie im Zusammenhang mit der weltweiten Ausbreitung des Covid-19-Virus sowie die von Regierungen in aller Welt durchgeführten Lockdown-Maßnahmen und Grenzschließungen wider. Besonders hart war die Phase für den Konzern im April und Mai. Dies zeigte sich zunächst im asiatisch-pazifischen Raum (RevPAR minus 77,4 Prozent im Q2), bevor es sich allmählich auf andere Regionen, insbesondere Europa, ausweitete (RevPAR minus 90,6 Prozent im Q2). Dennoch gibt es nun in allen Regionen Anzeichen einer Erholung, so der Accor in einer Pressemitteilung.

Auswirkungen der Krise mit Maßnahmen begrenzt

„Diese Schocksituation, in der sich unsere Branche befindet, ist sowohl dramatisch als auch beispiellos. Vor diesem Hintergrund ist es uns gelungen, die Auswirkungen der Krise zu begrenzen: auf unsere Performance durch sofortige Maßnahmen zum Schutz unserer Ressourcen und – dank der in den vergangenen Jahren eingeleiteten Umgestaltung des Konzerns und unserer soliden Finanzstruktur – auf unsere Mitarbeiter durch konkrete und sofortige Unterstützungsmaßnahmen“, betont Sébastien Bazin, Vorsitzender und CEO bei Accor.

Der Höhepunkt der Krise liege hinter Accor, aber die Erholung werde nur langsam erfolgen. Nach den ergriffenen Notfallmaßnahmen, müsse die Hotelgruppe nun die Bemühungen längerfristig fortsetzen, indem das neue Asset-Light-Geschäftsmodell so eingesetzt wird, dass es sich in der Organisation und der Arbeitsweise des Konzerns widerspiegelt. „Wir hätten dies auch ohne die Krise getan, aber die aktuellen Ereignisse beschleunigen die Entscheidungen. Accor muss einfacher, leichter und agiler werden und noch näher an die tägliche Basis“, sagt Bazin.

86 neue Hotels

In der ersten Hälfte des Jahres eröffnete Accor 86 Hotels, was 12.000 Zimmern entspricht. Ende Juni 2020 verfügte die Gruppe über ein Portfolio von 747.805 Zimmern (5.099 Hotels) und eine Pipeline von 206.000 Zimmern (1.197 Hotels), davon 75 Prozent in Schwellenländern. Am 3. August 2020 waren 81 Prozent der Hotels der Gruppe geöffnet, also mehr als 4.000 Einheiten.

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