40 Millionen Euro investiertMakeover für St. Regis Rom

Die Lobby des St. Regis Rom soll durch eine prunkvoll-elegante Einrichtung bei den Gästen punkten. (Bild: St. Regis Rom)

Das 1894 vom legendären Hotelier César Ritz eröffnete Luxushotel, das heutige St. Regis Rom, ist saniert worden. Ganze 40 Millionen Euro ließen sich die Verantwortlichen das Update kosten. Jetzt gibt es erste Einblicke. 

Mit dem neuen Design, das “das 125 Jahre alte Erbe des Hauses ehren, die fesselnde Aura Roms einfangen und die zeitlose Eleganz des Hotels ins 21. Jahrhundert übertragen soll”, wollen die Verantwortlichen eine “neue glamouröse Ära einläuten”. Die Leitung der Modernisierung übernahm das Innenarchitektur-Büros Pierre-Yves Rochon (PYR) mit Sitz in Chicago und Paris. Die Renovierung umfasste sowohl die öffentlichen Hotelbereiche wie die Lobby, Lounge, Bar und Bibliothek, den legendären Ballsaal als auch alle 138 Zimmer und 23 opulenten Suiten.

Pastelltöne für das St Regis Rom

Pastelltöne geben den Zimmern ein neues Gesicht, während schwarze und goldene Farbakzente die Lobby aufwerten sollen. Diese ist in Creme-, Weiß- und Grautönen gehalten und mit detailreichem Stuck, gewölbten Eingangsbögen und Säulen bestückt. Die verwendeten Materialien wie Travertin und Bronze sollen an das architektonische Erbe der Hauptstadt Italiens und seine Tradition des feinen Kunsthandwerks erinnern.

Büsten, Mosaike und Kunstobjekte sind ebenso zu finden wie hochwertige Stoffe mit römisch-aristokratischen Mustern in Gelb, Puderblau, Gold und Silber. „Ziel der Renovierung war es, dieses Wahrzeichen durch moderne Leichtigkeit in Farb- und Materialwahl aufzuwerten, und dabei gleichzeitig der klassischen Palast-Struktur Rechnung zu tragen“, so PYR-Gründer Pierre-Yves Rochon. „Des Weiteren beabsichtigten wir, den Ansprüchen des modernen Luxusreisenden gerecht zu werden; dabei war es essentiell den  exklusiven und zeitlosen Reiz des St. Regis Rom zu bewahren, der seit jeher den pulsierenden Geist der Stadt widerspiegelt.”

In der Lobby erwartet die Gäste der fünf Meter hohe, handgeblasene Glaslüster und in der von der Belle-Époque inspirierten Piazza im Inneren des St. Regis Rom treffen Mode und Kunst in einer Hommage an den Wintergarten des originalen Hotels von César Ritz aufeinander. Die Lounge & Bar geht in die saphirblaue kuratierte Bibliothek über. Für kulturellen Austausch geschaffen, verkörpert die Bibliothek mit ihren Kristall-Kronleuchtern, den reich verzierten venezianischen Spiegeln und dem Kamin aus schwarzem Marmor die glanzvollen Werte der Marke St. Regis. Abgerundet wird das Interieur durch eine opulente, restaurierte Prunktreppe, die die Gäste von der Lobby in ihre Suiten führt.

Der Ballsaal des St Regis Rom

Der nach dem berühmten Hotelier César Ritz benannte Ballsaal wurde 1894 als erster öffentlich zugänglicher Ballsaal Roms eröffnet. Ursprünglich entworfen vom römischen Architekten Giulio Podesti und reich verziert mit Fresken von Mario Spinetti durchlief der Ballsaal Ritz eine sechsmonatige Restaurationsphase. Die durch den italienischen Kulturgutschutz geschützten Fresken zeigen acht Szenen aus dem ländlichen Leben in Verbindung mit mythologischen Themen. Das Zentrum der Decke des Ballsaals ziert ein Kunstwerk, welches mit dreidimensionalen floralen Motiven und Darstellungen des Himmels die Illusion einer gläsernen Decke geben soll.

Zimmer und Suiten

Geschaffen als Zuhause für Luxusreisende vereinen die Zimmer und Suiten in ihrem Design Einflüsse des römischen Reichs, der Königsherrschaft und der Ära von Ludwig XV. In jedem Raum findet sich eines von zwei Farbkonzepten, die das Blau des Himmels über der Stadt oder das warme Terrakotta der römischen Mauern widerspiegeln sollen. Unter anderem mit handgravierten Spiegeln kreiert PYR ein Gefühl von Ruhe und Räumlichkeit. Eine Mischung aus zeitgenössischen und antiken Kunstwerken erinnert im ganzen Hotel an Roms jahrhundertealte Rolle als Hauptstadt der Künste und Kunstsammler. Die Badezimmer mit großzügigen Badewannen sind in Anlehnung an die alten Diokletiansthermen in warmem Travertin oder schwarzem Marquina Marmor gehalten – einige verfügen außerdem über Terrazzo-Fliesen und Mosaike.