2500 neue Zimmer Hotelmarkt Zürich ist hart umkämpft

Rund 2500 neue Hotelzimmer und die wachsende Konkurrenz durch die Sharing-Economy werden den Verdrängungsmarkt auf dem Zürcher Hotelmarkt in den kommenden Jahren wesentlich beeinflussen. Wer den Standort richtig wählt und sein Angebot den Gästebedürfnissen anpasst, kann sich auf dem engen Markt aber voraussichtlich behaupten, wie htr.ch berichtet.

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Die Projektpipeline des Hotelmarkt Zürich ist voll. Der Platz für neue Hotels in der Limmatstadt wird eng. Laut einer am Mittwoch publizierten Studie von Swiss Real Estate Economics der Grossbank Credit Suisse (CS) sind in diesem herausfordernden Umfeld solide, auf die Gästebedürfnisse bezogene, Konzepte, aber auch der Standort Schlüsselfaktoren für den Erfolg von Hotelprojekten und bestehenden Betriebe.  2017 sollen in Zürich rund 680 neue Zimmer auf den Markt kommen, überwiegend im Zentrum. Den größten Beitrag dazu leisten wird demnächst das neue Motel One, das Ende des Monats mit 400 Zimmern als größtes Hotel in Zürich seine Tore öffnet.

In Kürze eröffnet das grösste Zürcher Hotel. Vor der Eröffnung in diesem Jahr steht auch das Hilton Garden Inn in Spreitenbach mit 116 Zimmern. Seit April nimmt das «25hours» an der Langstrasse mit rund 170 Zimmern bereits Gäste auf.  Und in Zukunft werden es nicht weniger: 2018 könnten bis zu sieben neue Betriebe mit insgesamt rund 1000 Zimmern eröffnet werden. In Altstetten wird das erste City-Resort der deutschen Hotelkette a-ja mit rund 320 Zimmern eröffnen. Das neue Angebot dürfte sich aber primär in Agglomerationsgemeinden konzentrieren, insbesondere in der Nähe vom Flughafen (Kloten, Rümlang und Wallisellen). Rund 320 Zimmer werden die beiden neuen Hotels der bretonischen Gruppe B&B in Rümlang und Wallisellen bieten. In Wallisellen auf dem Zwicky Areal sind mit Harry’s Home zudem mehr als 110 Zimmer geplant.  Und in Kloten wird das Westgate mit rund 130 Zimmern eröffnen.  Für 2019 ist die Projektpipeline mit rund 800 neuen Zimmern ebenfalls voll. Den Hauptteil der Zimmer machen die beiden Hyatt-Hotels im neuen Geschäftszentrum »The Circle at Zürich Airport« (550 Zimmer) aus. Im Zürcher Stadtquartier Greencity wird zudem das Meininger Hotel mit 170 Zimmern eröffnet. Insgesamt erwarten die CS-Analysten über die kommenden drei Jahre einen Zuwachs von 2.500 Zimmern in der Agglomeration Zürich. Das entspricht etwas mehr als 17 Prozent des Zimmerbestands von 2016.

Für viel Bewegung auf dem Zürcher Hotelmarkt sorgen auch Online-Kanäle wie Airbnb. Die CS-Analysten gehen davon aus, dass die Digitalisierung sowie die Veränderung des Konsumverhaltens in naher Zukunft dazu beitragen, dass das wachsende Angebot aus der Sharing-Economy die traditionellen Hotelbetriebe noch stärker herausfordern wird. In touristischen Gemeinden und urbanen Zentren wird Airbnb bereits heute als etablierter Spieler auf dem Hotelmarkt wahrgenommen. Im Raum Zürich konzentriert sich der Hauptteil des Airbnb-Angebots bisher auf die Kernstadt. In gewissen Quartieren kann die Summe der auf Airbnb ausgeschriebenen Unterkünfte bereits bis zu 75 Prozent des gewöhnlichen Hotelangebots erreichen. In den suburbanen Gemeinden bleibt die Präsenz von Airbnb dagegen zurzeit noch eher begrenzt.

Quelle: htr.ch

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