Six Senses Zil Pasyon: Ein Spa sucht seinesgleichen

Six Senses Zil Pasyon

Ein Spa sucht seinesgleichen

»Form follows nature« – diese Maxime wurde bei Planung des neuen Spa im Six Senses auf den Seychellen konsequent verfolgt. Das Ergebnis: Spa-Villen, Infinity-Pool,Yoga-Pavillon und vieles mehr verschmelzen auf 1.765 Quadratmetern mit Ozean, Dschungel und mächtigen Granitfelsen. Tophotel besuchte den neuen Hot-Spot der Spa-Industry.

Von Six Senses ist man ja so einiges gewöhnt: den Eine-Million-Dollar-Blick auf die berühmten James-Bond-Felsen im thailändischen Six Senses Yao Noi beispielsweise. Oder die atemberaubende Anreise im Six Senses Zighy Bay (Oman) via Gleitschirm von einem benachbarten Berg aus. Hoch im Kurs steht seit 2015 auch der Besuch von freilebenden Pandas im chinesischen Resort der Gruppe. Mit dem jüngsten Ableger auf den Seychellen schickt sich die Gruppe allerdings an, den Gästen noch mehr »WOW«-Momente zu bieten. Auf eine einfache Formel gebracht: Six Senses Zil Pasyon ist Jurasic Park – nur ohne den Park. Die Granitfelsen – mal zerklüftet, mal geschwungen – auf der drei Quadratkilometer großen Privatinsel sind riesig und omnipräsent. Das sorgt zusammen mit der üppigen Vegetation und dem kristallklaren türkisfarbenen Wasser des Indischen Ozeans für dramatisch-schöne Weitblicke. Ein wahrer »Augen-Schmaus«, der nur noch getoppt wird von der hoteleigenen Wellnessoase. Wo bitte gibt es auf der Welt einen Spa, bei dem bereits der Walk zum Treatment-Room quasi Teil der Behandlung ist, stellt sich hier doch zwischen meterhohen Felsspalten und der tosenden Brandung eine Art Ur-Gefühl ein. Verstärkt wird dies noch beim Überqueren einer einfachen Hängebrücke und beim Unterqueren eines turmhohen Granitfelsens von mehreren Tonnen Gewicht. Natur pur, die einen in ihren Bann zieht und selbst erfahrene Spa-Gäste ins Staunen versetzt.

Nomen est omen


Der Name des kleinen Eilands im Norden der Seychellen heißt Félicité, was so viel wie »Glückseligkeit« bedeutet. Bis in die 1970er-Jahre diente die Insel als Kokosnuss-Plantage, später als exklusives Feriendomizil. Seit Herbst 2016 verteilen sich auf einem Drittel der Fläche die 30 Villen des Six Senses sowie in der Nähe von Hubschrauberlandeplatz und Schiffsanleger die Zentralgebäude mit Restaurants, Bar, Weinkeller und Rezeption. Die Eröffnung des im Norden der Insel gelegenen Spas ließ noch ein halbes Jahr auf sich warten, was aufgrund der ebenso aufwendigen wie komplizierten Arbeiten zwischen Felsen und Meer mehr als nachvollziehbar ist. »Natur und Landschaft sind so dramatisch und spektakulär, dass wir nicht eingreifen wollten. Sie sollte uns leiten. Wir ließen uns intuitiv führen und im Design inspirieren. Und so gibt es Spa-Villen, die konsequent direkt in einer Felsenkluft liegen, auf den Klippen oder nahezu schwebend über dem tosenden Ozean. Sogar der Yoga-Pavillon und der Nassbereich finden sich nicht im Innenbereich eines Gebäudes – sie liegen auf den Felsen umgeben von üppiger Natur«, erklärt Anna Bjurstam, Vice President Six Senses Spas. »Form follows nature« also, das passt zur thailändischen Gruppe, bei der die Verpflichtung zur Nachhaltigkeit als Eckpfeiler fest in der Firmenphilosophie verankert ist. Dass nur Materialien wie Stein und Holz verwendet wurden ist dabei ebenso selbstverständlich wie die chemiefreien Polsterungen. Überall sind lokale Elemente eingearbeitet, wodurch die 1.765 Quadratmeter große Wellnessoase zum integralen Bestandteil des Ökosystems avanciert.

Herzstück des Six Senses-Spa ist das kreisrunde Rezeptionsgebäude mit Boutique und angrenzender Mani- und Pediküre; Hamam, Sauna und Dampfbad befinden sich in unmittelbarer Umgebung. Was den Gästen aber primär in Erinnerung bleiben wird, sind die fünf vollkommen individuell gestalteten Spa-Villen, bei dessen Namensgebung sich das Management einfach der jeweiligen Lage vergegenwärtigen musste. So wurde die »Rock Villa« zwischen massiven Granitformationen implantiert, wartet im Innenbereich mit einer spektakulären Plattform auf und verfügt außerdem über eine in eine natürliche Felsecke integrierte Open-Air-Dusche. Die »Hanging Villa« thront auf einem Felsen, während sich die »Nature Villa« im dichten Dschungel versteckt. Hier wie auch in der »Cave Villa« können die Gäste nach ihren Treatments auf einem schwingenden Daybed relaxen. Dies sorgt ebenso für einen »WOW«-Moment wie der 180-Grad-Panoramablick über das Meer, den man so nur – nach einer kleinen Klettertour durch eine Höhle – von der »Ocean Villa« aus genießen kann. Jedes Refugium verfügt über zwei Behandlungsräume und ein reduziertes Design, das Farben, Materialien und Stimmungen der Insel reflektiert. Vor allem war es Six Senses aber wichtig, die Umgebung auf den Gast wirken zu lassen, damit diesem ein einmaliges Spa-Erlebnis widerfährt. 

Höhepunkt des Aufenthalts in der Wellnessoase des Six Senses ist ein Bad im Infinity-Pool. Platziert wurde dieser auf einer etwas abgeflachten Felsformation oberhalb der tosenden Brandung. Der Blick: gigantisch. Das Gefühl: respekteinflößend. Noch so ein »WOW«-Moment.

 

Mathias Hansen
Stv. Chefredakteur
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