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Qualitätssiegel ja, Kontrollaushang nein

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Wie denkt die Gastronomie tatsächlich über die Hygieneampel? Das wollte die FBMA von ihren Mitgliedern wissen und hat nachgefragt.

 

Das Bundeskabinett hat die Abstimmung über den Gesetzentwurf zur Transparentmachung von Ergebnissen der Lebensmittelkontrolle aufgrund von Bedenken über die Rechtssicherheit vorerst verschoben. Jetzt planen einige Bundesländer, eine entsprechende Initiative in den Bundesrat einzubringen. Eine aktuelle repräsentative Umfrage* unter den Mitgliedern der FBMA über die Einstellung zum Thema zeigt, dass der Gesetzentwurf zum Aushang von Lebensmittelkontrollergebnissen in seiner aktuellen Form in der Gastronomie auf wenig Gegenliebe stößt: Mit 58,6 Prozent sind über die Hälfte der befragten Führungskräfte aus der Hotellerie und Gastronomie gegen eine Hygiene-Kennzeichnung des Betriebes, 73 Prozent lehnen ab, dass die Testergebnisse öffentlich gemacht werden. Dabei geht es den Betrieben allerdings weniger um die Sorge vor dem Negativurteil der Behörden. FBMA-Präsident Udo Finkenwirth erklärt: »Mit einem verpflichtenden Aushang wird eine ganze Branche wegen weniger schwarzer Schafe unter den Generalverdacht gestellt, ein Problem mit der Hygiene im Betrieb zu haben. Das ist schlichtweg nicht wahr und schädigt das Image der Gastronomie im Ganzen.« Auf deutlich breitere Zustimmung würde ein Hygiene-Qualitätssiegel stoßen – eine freiwillige, positive Form der Auszeichnung. »Würden die Behörden den Betrieben ein offizielles Emblem zu ihrem Testergebnis – zum Beispiel in Form von ›Gastro-Smileys‹ als Aufkleber – bereitstellen, könnte dieses auf freiwilliger Basis als Qualitätssiegel für das Marketing genutzt werden«, so Finkenwirth weiter. Dementsprechend gaben 58 der Befragten an, dass die Veröffentlichung eines positiven Testergebnisses eine Qualitätsauszeichnung für den eigenen Betrieb sei. Mehr als zwei Drittel aller Betriebe würden eine solche positive Darstellung der Hygiene-Kontrollergebnisse in ihrem Betrieb aushängen, wie die Umfrage ergab.

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