Fairmas-Trendbarometer

Schwankend, aber im Rahmen

Die Osterferien sorgen in den großen deutschen Städten zwar für durchwachsene April-Prognosen, generell werden die ersten beiden Quartale hier – wie auch in der gesamten Republik – deutlich über dem Vorjahresergebnis abschneiden. Es zeichnet sich ein weiteres Rekordjahr für die Branche ab.

Berlin: Osterferien als Spielverderber

Ausgangslage: Mit einem leichten Plus verabschiedet Berlin den Januar, auch der Februar präsentierte sich dank gutem MICE-Geschäft durchaus freundlich.   
Fairmas-Ausblick: Für den März gibt die Vorbuchungslage Anlass zu Optimismus, insbesondere dank des Gruppengeschäfts. So prognostizieren die Berliner Hoteliers jeweils ein vierprozentiges Plus bei Auslastung und Rate. Der Start ins zweite Quartal wird nicht so positiv sein, was mit den Osterferien zusammenhängt. Im April wird zwar mit gutem Leisuregeschäft gerechnet, Corporate-Anfragen gibt es allerdings kaum. Im Mai zeigt die Kurve bereits wieder nach oben.

Düsseldorf: Top-Monat März, Flop-Monat April

Ausgangslage: Die Rhein-Hoteliers legten einen soliden Start hin: Im Januar gab es gutes Overflow-Geschäft aus Köln, im Februar stagnierten alle Disziplinen auf Vorjahresniveau. 
Fairmas-Ausblick: Für März zeichnen sich signifikante Steigerungen von 17 Prozent bei der Auslastung und über 50 Prozent beim RevPAR ab. Die Messe Euroshop ist dafür hauptverantwortlich. Außerdem finden in Köln sowohl die ProWein als auch die IDS statt. Fast ebenso markant ist das Minus von 13 Prozent bei der Auslastung und fast 70 Prozent beim RevPAR im April. Auch hier spielen die Ferien eine wesentliche Rolle.

Köln: Bestens gefüllte Auftragsbücher

Ausgangslage: Abgesehen von der Karnevalszeit gab es im Februar insgesamt wenig Nachfrage, weshalb sich die Hoteliers mit stagnierenden Umsätzen zufrieden geben mussten.
Fairmas-Ausblick: Der März ist mit der diesjährigen IDS Messe und Euroshop zeitgleich mit der Asia Pacific Messe ein sehr starker Monat. Die Bücher sind gut gefüllt mit ratenstarkem Geschäft. Anders der April: Bis auf die FIBO-Messe gibt bisher kaum Nachfrage. Die Osterferien bergen aber Potenzial für gutes Leisuregeschäft – wenn das Wetter mitspielt. Die Aussichten für Mai sind dann wieder überaus positiv.

Frankfurt: ISH toppt die Light & Building

Ausgangslage: Die Messen Christmasworld/Paperworld/Creativeworld sorgten im Januar für eine passable Auslastung und auch im Februar gab es eine gute MICE- und Corporate-Nachfrage.
Fairmas-Ausblick: Die ISH-Messe ist im März etwas stärker gebucht als die Light & Building aus dem vergangenen Jahr. Hauptgrund für das achtprozentige Rev-PAR-Plus ist aber die Lage der Osterferien im April. Der kommende Monat wird daher mit einer deutlich schwächeren Auslastung (- 8 Prozent) prognostiziert, der Mai soll aber bereits wieder Boden gutmachen –auch dank der IMEX.

München: Bauma ist nicht zu kompensieren

Ausgangslage: Auf die ersten beiden Monate des Jahres blicken die Isar-Hoteliers mit Freude zurück – der RevPAR lag jeweils um 20 Prozent im Plus.
Fairmas-Ausblick: Einen Dämpfer gibt es dann im März. Die starken Messen und Kongresse aus dem Vorjahr können in diesem Jahr nicht mit preislich vergleichbarem Geschäft ersetzt werden. Besonders deutlich wird dies durch das fehlende bauma-Geschäft aus dem vergangenen Jahr. Insgesamt fehlen auch große Events, die Umsatzpotenzial mit sich bringen. So bleibt der April mit einem Minus beim RevPAR von 50 Prozent deutlich hinter dem starken Vorjahresmonat zurück.

Hamburg: Wechselbad der Auslastungen

Ausgangslage: Sehr schwankende Ergebnisse bei der Auslastung und in den pekuniären Bereichen kennzeichneten die ersten Monate des Jahres an der Elbe.
Fairmas-Ausblick: Und genauso geht es in den kommenden Monaten weiter. Der März bringt mehr Corporate-Geschäft und höhere Raten. Auch die MICE-Nachfrage ist vielversprechend. Der April wiederum bleibt – ferienbedingt – deutlich hinter dem Vorjahresergebnis zurück, für den Mai ist aber schon Besserung in Sicht: Die Auslastung soll der Fairmas-Prognose zufolge um vier Prozent, der RevPAR um sechs Prozent im Plus liegen.