Trendbarometer Köln / Bonn: Karnevals-Vorfreude in Köln

Bildquelle: Quelle:Fairmas

Trendbarometer Köln / Bonn

Karnevals-Vorfreude in Köln

Schon heute die Entwicklung des Marktes von morgen kennen – das ist die Intention des Trendbarometers der Fairmas Gesellschaft für Marktanalysen mbH, exklusiv in Kooperation mit Tophotel. Diese Ausgabe im Fokus: der Hotelmarkt in Köln / Bonn.

Wenngleich die Kölner Hoteliers viele branchentypische Probleme wie Fachkräftemangel, Bettensteuer oder steigende Energiekosten mit ihren Kollegen in anderen deutschen Großstädten teilen, bleibt ihnen ein Ärgernis erspart: ein überdimensionaler Bettenzuwachs, wie er beispielsweise in Berlin zu erleben ist. 2013 hat sich die Gesamtzahl der Betriebe sogar leicht verringert, da einige ältere Häuser geschlossen wurden. Und im laufenden Jahr kamen gerade einmal vier neue Häuser hinzu; in der Pipeline befinden sich lediglich zwei Projekte. Gute Voraussetzungen also für ein stabiles Geschäft in den renommierten Betrieben, zumal bei den Übernachtungen ein Plus von über zehn Prozent realisiert wurde – so sollte man meinen. In der Realität aber glich der Kölner Hotelmarkt in diesem Jahr einer kleinen Achterbahnfahrt. Im Frühjahr und im Sommer sorgte die Auslastung der Häuser mit Steigerungen im zweistelligen Bereich für Euphorie, danach flachte die Kurve allerdings schlagartig ab. Ein regelrechten Einbruch gab es im Oktober, als der Zimmerpreis um 30 und der RevPAR gar um 33 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr verloren. Verantwortlich hierfür war die Anuga, die nur alle zwei Jahre stattfindet und in diesem Jahr fehlte. Gleiches galt für die K Messe in Düsseldorf, die sonst für viel Overflow in Köln sorgte.

Vorsichtig positiv prognostizieren jene Hoteliers, die ihre Kenn- und Planungszahlen dem Benchmarking-Experten Fairmas zur Verfügung stellen, den Dezember. Man rechnet mit einem Belegungsanstieg von drei Prozent, einem Ratenanstieg um zwei Prozent und somit mit einem RevPAR-Anstieg um mehr als fünf Prozent. Hierbei wird vor allem das Leisure-Geschäft bedient, denn die Adventswochenenden sind alljährlich sehr gut nachgefragt. Anschließend erwarten die Rhein-Hoteliers einen zögerlichen Start ins neue Jahr, gerade der Januar wird leicht rückläufig eingeschätzt. Bessere Prognosen gibt es hingegen für den Februar. Nicht nur die IMM fällt in diesen Monat, sondern auch alle Karnevalstage, was traditionell für viel Betrieb in der Stadt sorgt.