Hotelmarkt Köln
Sanierung des Dom-Hotels nicht umsetzbar

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©ingenhoven architects

Die unendliche Geschichte des Kölner Dom-Hotels geht weiter: Nachdem das Gebäude zuletzt nicht-statisch entkernt und nur teilweise abgerissen weden sollte, muss es nun – bis auf drei Fassaden – vollständig abgerissen werden. Der Investor, die Bayerische Versorgungskammer, reichte dazu kürzlich den Bauantrag für das gesamte Dom-Carré bei der Stadt ein.

Die Bayerische Versorgungskammer teilt mit, dass sie einen neuen Bauantrag einreichen musste, nachdem die Substanz des Hotels schlechter war, als zunächst angenommen – weder statische noch brandschutztechnische Anforderungen wären erfüllbar. Bereits mehrere Male sollte die Sanierung des Dom-Hotels bereits beginnen – ursprünglich sollte es im Herbst 2014 wieder eröffnet werden. Im Sommer wurde bekannt, dass Teile des denkmalgeschützten Gebäudes aufgrund schlechter Statik sogar abgerissen werden müssen (wir berichteten).

Jetzt hat der Investor einen grundlegend überarbeiteten Entwurf eingereicht. Dieser sieht vor, die historischen Fassaden zum Roncalliplatz, zur Domplatte und Am Hof zu erhalten. Sie werden während der Entkernungsphase abgestützt und prägen später wieder das Gesicht des Dom-Hotels. Auch die Gebäudeteile Am Hof und am Wallrafplatz werden neu geplant und die vorhandenen Baulücken im Carré geschlossen. Beide Gebäude sollen die Originalfassade des Hotels künftig in neuer Form interpretieren, ohne dabei die historische Fassade zu kopieren.

Die Baustelle könne laut der Bayerischen Versorgungskammer voraussichtlich zu Beginn 2018 eingerichtet werden und der Rückbau im ersten Quartal beginnen. Gleichzeitig sollen Anfang kommenden Jahres die ausführenden Firmen beauftragt und dann auch konkrete Zeitpläne bis hin zum Eröffnungstermin aufgestellt werden.

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