Fairmas-Trendbarometer
Zurückhaltender Jahresendspurt

Nicht Fisch, nicht Fleisch. Die Hoteliers in den deutschen Metropolen performen derzeit größtenteils auf dem Niveau des guten Vorjahres, von Euphorie ist allerdings wenig zu spüren. Dies kann sich noch ändern, wenn Petrus für ein starkes Adventsgeschäft sorgt.

Berlin: Keine Trendwende in Sicht

Ausgangslage: Unter anderem war es dem World Congress of Psychiatry (WPA) zu verdanken, dass die Berliner Hoteliers im Oktober ein achtprozentiges Plus beim RevPAR einfahren konnten, obwohl die Auslastung leicht rückläufig war.
Fairmas-Ausblick: Die noch im August erwartete Trendwende für den November scheint auf sich warten zu lassen. Trotz gemeldetem guten MICE-Business unter der Woche und ergänzendem Leisure-Geschäfts am Wochenende gab das Trendbarometer bei der Belegung nach und verschlechterte sich auf ein Minus von 4,6%. Gleichzeitig verbessert sich die Rate von 2,2% auf 3,3%.

Negativ-Spirale in Düsseldorf

Ausgangslage: Weniger gut war die Perfomance auf dem Düsseldorfer Hotelmarkt im Oktober. Während sich die Auslastung noch auf Vorjahresniveau einpendeln konnte, sackten Rate und RevPAR durch fehlendes Messegeschäft um über 20 Prozentpunkte ab.
Fairmas-Ausblick: Auch im November sorgt wieder das Fehlen einer starken Messe für einen negativen Trend. Damit nicht genug: Rückläufige Zahlen werden ebenfalls für den Dezember erwartet. Der zweistellige Rückgang beim RevPAR geht dabei mit der Entwicklung bei der Belegung einher, verstärkt durch einen leichten Abschlag bei der Rate.

Köln punktet als Ausweichquartier

Ausgangslage: Das Businessgeschäft lebte im Oktober von der Anuga. Im Sog der Lebensmittelfachmesse war die Nachfrage derartig stark, dass die Rate um beinahe ein Fünftel im Vergleich zum Vorjahr anstieg.
Fairmas-Ausblick: Das Business- und Tagungsgeschäft im November läuft rund, die Rate liegt sieben Prozent über dem Vorjahr. Der Grund: Köln ist Ausweichquartier für  die Teilnehmer der Bonner Klimakonferenz, hinzu kommt die Fach- messe FSB, die aktuell für eine gute Nachfrage sorgt. Leicht negativ ist die Progose für Dezember: Das Weihnachtsgeschäft wird stark vom Wetter abhängig sein.

Frankfurt: Deckelt Terrorangst die Nachfrage?

Ausgangslage: Der Oktober war dem Vorjahresmonat in puncto Auslastung sehr ähnlich, durch den Phrama-Kongress CPHI konnten Rate und RevPAR deutlich gesteigert werden.
Fairmas-Ausblick: Abwarten heißt die Devise im November, die Erwartungen sind aber eher positiv. Auch ohne die Messe Health Ingredients ist jetzt schon jetzt eine gute Nachfrage im MICE-Geschäft zu erkennen. Das Business im Dezember wir wie in jedem Jahr eher kurzfristig. Es bleibt abzuwarten, wie sich in diesem Jahr der Tourismus um die Weihnachtsmärkte entwickelt und ob die Terrorangst die Nachfrage deckelt.

München: Gute Messe, schlechte Messe

Ausgangslage: Der erwartete Rückgang bei der Belegung ging im Oktober einher mit einem Wachstum beim durchschnittlichen Zimmerpreis. Das lag vor allem an dem guten Messegeschäft.  
Fairmas-Ausblick: Im November finden in München die Productronica und Electronica im Wechsel statt. Die diesjährige Productronica gilt als deutlich schwächer und drückt die Erwartungen über alle drei Kennzahlen. Rate und Rev-PAR liegen um fünf bzw. sechs Prozent im Minus. Im Dezember profitiert München – ebenso wie alle anderen Städte – von der Tatsache, dass alle vier Adventssonntage in den Weihnachtsmonat fallen.

Hamburg: Sorgenfalten zum Advent

Ausgangslage: Die Brücken- und Feiertage im Oktober schränkten das Corporate- und MICE-Geschäft spürbar ein. Zumindest der RevPAR performte auf fast identischem Niveau zum Vorjahresmonat.
Fairmas-Ausblick: Deutlich positiver als noch im Vormonat wird der November eingeschätzt. Dennoch drehen nach wie vor alle drei Kennziffern ins Minus, wenn auch nur leicht. Deutlicher sind die Einbußen im Dezember-Forecast: Die Hamburger Hoteliers erwarten einen Rückgang bei der Belegung von vier Prozent, was ein fünfprozentiges Minus beim RevPAR zur Folge hat. Gutes Wetter und mehr Städtereisende können die Lage aber noch beeinflussen.

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