HRS-Analyse: So ticken Business-Reisende

HRS-Analyse

So ticken Business-Reisende

Zum Jahresende hat das auf Geschäftsreisen spezialisierte Hotelportal HRS das Buchungsverhalten seiner Kunden analysiert. Der typische Geschäftsreisende bucht demnach für eine Nacht ein Einzelzimmer im Drei-Sterne-Hotel in Berlin. Das Unternehmen hat darüber hinaus weitere Aspekte untersucht, wie etwa Vorausbuchungsfrist, typischer Buchungstag oder die häufigsten Berufsfelder der Geschäftsreisenden.

Der Analyse zufolge sind Geschäftsreisen in der Regel von kurzer Dauer geprägt: Knapp zwei Drittel (64 Prozent) der Reisenden blieben im Jahr 2017 nur bis zu zwei Nächte im Hotel. Dies ist nur ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (66 Prozent). 14 Prozent der Reisenden blieben drei Nächte.   

Unter den Geschäftsreisenden waren im Jahr 2017 mit 57 Prozent insbesondere Angestellte vertreten, gefolgt von Selbstständigen mit 37 Prozent. Die Mehrheit von ihnen arbeitet im Handel und Vertrieb (28 Prozent) oder gehört der Geschäftsführung an (27 Prozent). Dabei stammen sie vorrangig aus Metall-, Gesundheits- oder IT-Branche (jeweils acht Prozent). Arbeitnehmer des mittleren und gehobenen Managements reisen mit 54 Prozent am häufigsten.  

Spontanität ist nach wie vor ein wichtiges Merkmal von Geschäftsreisen und den damit verbundenen Hotelbuchungen: 19 Prozent der Geschäftsreisenden buchen ihr Hotel erst bis zu zwei Tage vor Anreise – acht Prozent buchen sogar erst am selben Tag und das häufig per Smartphone. Viele Geschäftsreisende (36 Prozent) planen ihre Hotelübernachtungen jedoch langfristig und buchen mindestens 21 Tage im Voraus. Dies ist vor allem bei Großereignissen am gewünschten Zielort zu empfehlen, wie etwa Messen. Allerdings sind taggleiche Hotelbuchungen durchschnittlich 23 Prozent günstiger als lange im Voraus gebuchte Übernachtungen. 

Geschäftsreisende sind meistens allein unterwegs. Aus diesem Grund entscheiden sich 71 Prozent bei der Buchung für ein Einzelzimmer. Entsprechend der meisten Reiserichtlinien in Unternehmen verteilen sich die Buchungen mit 88 Prozent auf Hotels mit drei (50 Prozent) oder vier (38 Prozent) Sternen. Interessanter Gegensatz: In China entscheiden sich 51 Prozent der Geschäftsreisenden für Hotels der Kategorie Fünf-Sterne.  

Die meisten Reisenden wollen insbesondere den Wochenstart für gute Geschäfte nutzen: 24 Prozent der Gäste reisen montags an. Die Verteilung nimmt im Verlauf der Woche kontinuierlich ab. Selbst am Donnerstag reisen nur noch zwölf Prozent der Geschäftsreisenden an. Die wenigsten Geschäftsreisenden (sieben Prozent) reisen sonntags an. Die meisten Geschäftsreisen haben die Bundeshauptstadt als Zieldestination. Es folgen die Städte München, Hamburg, Frankfurt am Main und Köln mit den meisten Buchungen.   

Über die Auswertung: HRS hat für die Geschäftsreiseanalyse 2017 alle Buchungen im Zeitraum 1. Januar 2017 bis 11. Dezember 2017 in deutschen Hotels untersucht. Dazu zählen sowohl Buchungen über das Portal HRS.de als auch über spezielle Firmenzugänge und Buchungen über Geschäftsreisebüros.