»NIKKEI NINE« im Fairmont Vier Jahreszeiten Hamburg

Japan trifft Peru

Mit dem »Nikkei Nine« hat Ingo C. Peters im Fairmont Vier Jahreszeiten Hamburg erneut ein gastronomisches Ausrufezeichen gesetzt – kulinarisch, aber auch gestalterisch. Japanische Küche mit peruanischen Akzenten.

Das Vier Jahreszeiten versteht sich als klassisches Grand Hotel mit Hang zu Kon­trasten. Als vor fast 20 Jahren das »Doc Cheng’s« an den Start ging, sorgte das Nobeldomizil für großes Aufsehen in der Hansestadt. Der Spagat zwischen Tradition und Moderne ist damals jedoch bestens geglückt und wurde mehrfach mit 14 Gault-Millau-Punkten gewürdigt. Mit dem »Nikkei Nine« schlägt GM Ingo C. Peters nun ein neues gastronomisches Kapitel auf – nicht weniger anspruchsvoll und keinesfalls unspektakulärer.

Gelungenes Kontrastprogramm


Wie der Vorgänger »Doc Cheng’s« fungiert das »Nikkei Nine« als legeres Pendant zum gediegenen »Haerlin«, das unter der kulinarischen Leitung von Küchenchef Christoph Rüffer mit zwei Michelin-Sternen und 19 Gault-Millau-Punkten dekoriert ist. Etwas szenig, aber authentisch kommt das internationale Service-Team um Restaurantleiter Matthias Förster daher. Der war zuletzt in Tim Mälzers »Bullerei« im Einsatz, arbeitete aber bereits vor fast 20 Jahren erstmals für das Vier Jahreszeiten als Commis de Rang im »Haerlin«. Somit ist es für Förster eine Rückkehr in altbekannte Gefilde. Als Executive Chef konnte man den Amerikaner Ben Dayag gewinnen. Er kann auf namhafte Stationen in den Staaten verweisen, unter anderem auf das »Morimoto« in Philadelphia, wo er bereits erfolgreich mit der japanischen Küche experimentierte.

Doch ganz von vorn: Die Idee und das Konzept für das »Nikkei Nine« stammen nicht etwa von einer Kreativagentur, sondern sind im Haus selbst entstanden. Unter der Federführung von Ingo C. Peters’ Frau Christiane ging man weltweit auf die Suche nach außergewöhnlichen Designern, die für das »Nikkei Nine« Einrichtung, Kunst und Geschirr entwickelten.

Goldtöne, wohin das Auge auch blickt, in Anlehnung an die Geschichte der Nikkei Cuisine, die von japanischen Einwanderern in Peru stammt. Auf der vergeblichen Suche nach Gold fanden viele von ihnen eine neue Heimat in Peru und legten mit ihren Bodegas den Grundstein für die Nikkei Cuisine.

Licht spielt im Nikkei Nine eine tragende Rolle. Das Hamburger Unternehmen Not-hold Lighting Design erarbeitete individuelle Lichtkonzepte, die mit Leuchten von schottischen, koreanischen und italienischen Designern auf höchster Qualität umgestetzt wurden. Gleich beim Betreten der vorgelagerten Bar, die im Vergleich zum »Doc Cheng’s« nun deutlich größer ausfällt, sticht die eindrucksvolle tropfenartige Deckenleuchte ins Auge.  Sie wurde vom schottischen Designer  Beau Mc Clellan kreiert und unterstreicht mit wechselnden Lichteffekten die exklusive Atmosphäre. Die edlen Stoffe der Polstermöbel stammen von JAB und Rubelli, der massive Langdielenboden in Nussbaum wurde von der Firma Schotten & Hansen geliefert. Für die exklusive offene Showküche in Rolls-Royce-Qualität und die 3D-Fotowand von Derbelight verpflichtete man den schwäbischen Küchenbauer Friedmann aus Biberach. Und natürlich trägt auch das akustische Klangerlebnis zum »Nikkei Nine«-Feeling bei. Verantwortlich dafür: die französische Lautsprechermanufaktur L’Acoustics.

Für Ingo C. Peters ist das »Nikkei Nine« eine Herzensangelegenheit. »Wir sind stolz, mit dem neuen Restaurant einen Weg zu gehen, auf dem wir uns selbst treu bleiben, aber trotzdem etwas ganz Neues schaffen«, freut sich Peters, der im Oktober sein 20-jähriges Jubiläum als GM im Vier Jahreszeiten feiert und kurz nach Eröffnung des »Nikkei Nine« erstmals Vater eines Sohnes wurde. Perfektes Timing!

Fakten & Zahlen


Konzept
: übergreifende Verbindung der japanischen Küche mit südamerikanischen Elementen
Eröffnung: Ende Nov. 2016
Sitzplätze: 104
Restaurantleitung: Matthias Förster
Excecutive Chef: Ben Dayag
Sushi-Meister Yuki Hamasaki
Highlights: offene Show-Küche mit einem traditionellen japanischen Holzkohlegrill (Robata Grill), glamouröses Interior