Bildquelle: IHA

Ausbildungsreport 2012
Rote Laterne für Hotels und Gastronomie

Erschreckende Nachrichten vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DBG): Laut „Ausbildungsreport 2012“ rangieren – wie im Jahr zuvor – die Ausbildungsgänge für Hotel- und Restaurantfachleute auf dem letzten Platz.

Kategorie: News
Text: Carsten Hennig, 13. September 2012

Entsprechend hoch sind dort auch die Abbrecherquote sowie der Anteil an unbesetzten Stellen. Beispiel Restaurantfachleute: Fast jeder zweite Ausbildungsvertrag (47,6%) wird vorzeitig aufgelöst, ein Viertel der Ausbildungsplätze ist nicht besetzt. „Es ist offensichtlich, dass zwischen der Ausbildungsqualität auf der einen und der Abbrecherquote sowie dem Bewerbermangel auf der anderen Seite ein unmittelbarer Zusammenhang besteht. Nur Konsequenzen werden nicht gezogen“, sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock.

Im Hotel- und Gaststättengewerbe werden von den Lehrlingen eine schlechte fachliche Anleitung, regelmäßige Überstunden und ein rauer Umgangston beklagt. "Die in aller Regel noch jugendlichen Auszubildenden sind dem enormen Druck von Ausbildern sowie Kunden teilweise rücksichtslos ausgesetzt", so der DGB. Die besten Beurteilungen für die Qualität der eigenen Ausbildung gab es erneut von angehenden Bank- und Industriekaufleuten sowie Mechatronikern.

Der Ausbildungsreport des DGB erscheint jährlich. Für die repräsentative Befragung wurden in diesem Jahr 12.039 Auszubildende aus den laut Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) 25 häufigsten Ausbildungsberufen befragt. Damit haben über 2.500 Menschen mehr teilgenommen als im vergangenen Jahr. Damals wurden 9.325 Auszubildende befragt.

Mit der „roten Laterne“ für Ausbildungsberufe im Gastgewerbe wird deutlich, dass eine branchenweite Image-Kampagne nötig wird. Entsprechende Forderungen die Landesverbände und den Dehoga-Bundesverband wurden laut.

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