Nach fünf Jahren könnte es wieder soweit sein: Hilton Worldwide, mit über 3.600 Häusern die zweitgrößte Hotelkette der Welt, steht offenbar wieder zum Verkauf. Dies berichtete der Wirtschaftsdienst Bloomberg. Blackstone dementiert nicht.
Kategorie: News
Text: Carsten Hennig, 11. September 2012
Die Blackstone Group ist in den vergangenen Jahren zu einem der größten Hoteleigentümer der Welt aufgestiegen. Seit 2004 gehört Extended Stay (Kaufpreis: 3 Mrd. US-Dollar) zum Portfolio. Im Frühjahr wurde von Accor die Kette Motel 6 für rund 1,9 Milliarden US-Dollar übernommen. Die börsennotierte Blackstone Group ist stark vom Immobioiengeschäft abhängig – 63 Prozent der Einnahmen stammen aus diesen Geschäften. Das Stammgeschäft – Übernahme und Veräußerungen von Unternehmensanteilen – machte zuletzt nur noch 15 Prozent am Jahresumsatz aus.
Der Bloomberg-Bericht wurde nicht dementiert. Man erwarte einen „Exit“ bei Hilton in den „nächsten Jahren“, hieß es von Blackstone dazu. Der fünfte und sechts Fonds, zu dem auch Hilton zählt, umfasse noch 13 Milliarden US-Dollar an bislang nicht investierten Geldern. Hier werde eine Jahresrendite von neun Prozent erzielt, wird berichtet. Analysten erwarten einen größeren Portfolio-Deal bis Ende nächsten Jahres, um die finanzielle Schlagkraft bei Blackstone zu erhöhen.
Rückblick: Im Sommer 2007 hatte der US Finanzinvestor Blackstone die Hilton Hotelgruppe für 26 Milliarden US-Dollar übernommen. Es war bis dato die größte Transaktion, die jemals in der Hotellerie realisiert wurde. Für die Finanzierung hatte sich Blackstone Zusagen von Bear Stearns, Bank of America, Deutsche Bank, Morgan Stanley und Goldman Sachs gesichert. Die Hilton-Aktionäre erhielten 47,50 Dollar pro Aktie – 11,45 Dollar über dem Tageskurs.
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