Hilton, Sheraton und Marriott werden illegale Preisabsprachen mit den Online-Reisebüros Expedia und Travelocity, ein Tochterportal von Priceline, vorgeworfen. Dies berichtet die „Los Angeles Times“.
Kategorie: News
Text: Carsten Hennig, 23. August 2012
Der Handelsdruck auf die Hotelkonzerne, bestimmte Zimmerraten nicht zu unterbieten, verstoße gegen geltendes Recht in mehreren US-Bundesstaaten. Geklagt haben zwei Privatleute: Nakita Turik aus Chicago und Eric Balk aus Iowa. Sie werden von der Kanzlei Hagens Berman aus Seattly vertreten. Die sog. Law Firm ist für Verbraucherklagen bekannt.
Gemäß einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zielen die geheimen Preisabsprachen darauf ab, andere Onlineportale abzuwehren, die die Zimmerraten günstiger als Expedia und Travelocity anbieten (können). Die Hotelkonzerne mit ebenfalls beklagt, weil sie sich dem Preisdiktat beugen, um die sehr wichtige Partnerschaft mit den mächtigen Online Travel Agencies (OTA) nicht zu gefährden. Gebe es keine Preispartnerschaft würde die Kläger weniger für Hotelübernachtungen zu zahlen haben, so die Klageschrift.
Die Klage zielt auf Schadensersatz und eine gerichtliche Untersagung der Ratenparität. Preisabsprachen und Ratenparität waren auch Thema einer Beschwerde des britischen Office of Fair Trading im August diesen Jahres. Demnach gebe es eine Vereinbarung zwischen InterContinental Hotels Group (IHG) und Booking.com sowie Expedia, Rabatte auf Hotelübernachtungen zu begrenzen.
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