Wie das Bundesverbraucherschutzministerium bekannt gab, ist die Einführung eines bundesweit einheitlichen Kontrollbarometers für Restaurants und Gaststätten vom Tisch: Die Mehrheit der Wirtschaftsminister der Länder sprach sich gegen eine solche Kennzeichnung in den Ampelfarben Rot, Grün und Gelb aus.
Kategorie: News
Text: Stefanie Ullmann, 13. Juli 2012
Zum Hintergrund: Auf Bestreben einzelner Verbraucherschutzminister hatte die Verbraucherschutzministerkonferenz am 19. Mai 2011 beschlossen, eine bundesweit einheitliche Veröffentlichung der Hygienestandards in Restaurants einführen zu wollen. Die einzige Gegenstimme kam damals aus Bayern, mit dessen zuständigen Ministerien der Dehoga Bayern in engem fachlichen Austausch stand. Bereits damals machte der Dehoga klar: „Gegen das Hygiene-Barometer zu sein, heißt nicht gegen Hygiene zu sein – das Hygiene-Barometer ist nur der falsche Weg zum richtigen Ziel“, so der Dehoga-Bayern-Präsident. „Wir stehen für Prävention statt Repression. Zudem erschließt es sich mir nicht, inwiefern ein roter Farbbalken vor einem Schmuddelbetrieb ein Mehr an Verbraucherschutz bedeuten soll, als die bereits heute mögliche und auch praktizierte sofortige Schließung dieses Hauses“.
Weitere sachliche Einwände des Dehoga Bayern waren die unzureichende Anzahl von Lebensmittelkontrolleuren und die einseitige Benachteiligung von gastronomischen Betrieben, die am Ende der Veredelungskette stehen, während die diskussionsauslösenden Lebensmittelskandale ausnahmslos in der Industrie stattgefunden haben. Die öffentliche Prangerwirkung, die bei falschen Ergebnissen das wirtschaftliche Aus für den betroffenen Betrieb bedeuten können, war ein weiteres wichtiges Argument.
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