Bildquelle: Lindner

Human Resources
Flexibler Renteneintritt bei den Lindner Hotels

Neue Wege gegen den Fachkräftemangel: Die Düsseldorfer Gruppe bietet älteren Mitarbeitern die Möglichkeit, über den Zeitpunkt ihres Renteneintritts selbst zu entscheiden. Zwei langjährige GMs machen davon jetzt Gebrauch.

Kategorie: News
Text: Top hotel, 10. Juli 2012

Mit dieser Neuerung will die Gruppe nicht nur die Integration, sondern auch die Förderung älterer Mitarbeiter im Fokus der über die übliche Fürsorgepflicht als Arbeitgeber hinausgehenden Werte-Orientierung herausstellen. „Insbesondere vor dem Hintergrund des demographischen Wandels ist die Starrheit des Rentensystems nicht mehr zeitgemäß. Unsere aktuellen Beispiele zeigen, dass es auch anders geht“, erklärt Otto Lindner, Chef der Hotelgruppe.

Mit Peter Breitenfelner (66) und Friedmann Roessler (69) machen zwei langgediente Hoteldirektoren bei Lindner Hotels von dem flexiblen Rentenangebot bereits Gebrauch. Nach 20 Direktionsjahren gibt der 66-jährige Peter Breitenfelner im Lindner Hotel Kaiserhof in Landshut jetzt das Zepter aus der Hand, bleibt dem Unternehmen jedoch in beratender Funktion verbunden.

Sein 69-jähriger Kollege Friedmann Roessler zeichnet sich im Lindner Congress Hotel in Frankfurt noch bis 2013 als Direktor verantwortlich. „Ich lebe nach wie vor gerne mit den Herausforderungen meines Jobs und genieße den Erfolg, die Wertschätzung und das Gefühl, wirklich gebraucht zu werden“, erklärt Roessler seine positive Einstellung zum Arbeitsleben und meint „Den Unternehmen, die Mitarbeiter pünktlich zum üblichen Rentenalter gehen lassen, geht Wissen, Erfahrung, Souveränität und ein gewachsenes Netzwerk verloren.“

Roessler räumt allerdings ein, dass geistige Fitness und körperliche Gesundheit sowie Dynamik und anhaltende Bildungs-Bereitschaft wichtige Voraussetzungen seien, um auch in höherem Alter leistungsfähig und motiviert zu sein. Dazu trage maßgeblich eine positive Symbiose zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber bei. So kann sich Roessler nach Übergabe seines Direktionspostens gut vorstellen, auch über seinen 70. Geburtstag hinaus die für Lindner Hotels tätig zu sein. „Ich würde gerne noch so richtig was reißen“, sagt er voller Tatendrang. Ein Hotel-Entwicklungsprojekt in Aserbaidschan oder Nigeria wäre ganz nach seinem Gusto, wohl wissend, dass man in diesen Gebieten eine gewisse Reife und Erfahrung benötigt, um erfolgreich zu sein.

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