Als erster US-Bundesstaat hat Kalifornien seit Sonntag, den 1. Juli, verboten, Gänsestopfleber herzustellen oder zu verkaufen. Damit setzte der Bundesstaat jetzt ein bereits 2004 erlassenes Gesetzt durch, was die Mast der Tiere, deren Organe innerhalb weniger Wochen auf ein widernatürliches Übergewicht gebracht werden, untersagt. Beitrag mit Video.
Kategorie: News
Text: Top hotel, 04. Juli 2012
Die Politik in Kalifornien weiß einige Spitzenköche auf ihrer Seite. So verbannte beispielsweise Starkoch Wolfgang Puck Foie Gras bereits vor einigen Jahren von seiner Karte. Dagegen protestiert eine Gruppe von rund 100 Promi-Köchen gegen das Verbot und offeriert in den vergangenen Wochen regelrechte Gänseleber-Orgien. So gab es im Restaurant "Petrossian" in West Hollywood ein Fünf-Gänge-Foie Gras-Menü – als Pastete, als Parfait oder sogar Eis.
Die Produktion von Stopfleber ist so grausam, dass sie in Deutschland und 13 weiteren EU-Ländern aus Tierschutzgründen bereits verboten wurde. Den Tieren wird mehrmals täglich über ein Metallrohr, das bis in den Magen reicht und nicht selten schwere Verletzungen der Speiseröhre verursacht, ca. 1,2kg Futterbrei pro Tag verabreicht – ein Vielfaches der Menge, die die Tiere unter normalen Umständen zu sich nehmen würden. In nur 12 Tagen schwillt die Leber auf das zehnfache ihres normalen Gewichts an. Auf den Menschen übertragen würde die Leber 20 Kilo wiegen. Neben dieser täglichen Qual führt die Lebervergrößerung zu Atemnot, Knochenbrüchen, Herz-Kreislaufbeschwerden, massiven Stoffwechselstörungen – bis hin zum Versagen der Leberfunktionen.
Größter Produzent von Gänstestopfleber ist Frankreich, wo die Delikatesse per Gesetz als "Kultur- und Gastronomieerbe Frankreichs" unter besonderen Schutz gestellt wurde. In Kalifornien drohen hingegen jenen Gastronomen, die gegen das Verbot verstoßen, Geldstrafen von bis zu 1000 Dollar pro Tag.
Nachfolgend ein Peta-Video über die Herstellung von Gänsestopfleber:
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