Der Betreiber des Resort Schielowsee südwestlich von Berlin ist Mitte vergangener Woche im Potsdamer Landgericht zu fünf Jahren und acht Monaten Haft verurteilt worden. Gegen Kaution könnte er allerding vorerst freikommen.
Kategorie: News
Text: Top hotel, 18. Juni 2012
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Hilpert beim Bau des Hotels am Schielowsee die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), um 9,2 Millionen Euro Fördergelder betrogen hat. Einerseits wurden von dem Hotelier Provisionen und Scheinrechnungen künstlich erhöht, andererseits hat er von den beauftragten Baufirmen erhebliche Rabatte eingefordert. Die Differenzen sollen in seine Tasche geflossen sein.
Der schwer herzkranke Hilpert, der seit rund einem Jahr in Untersuchungshaft sitzt, kündigte über seine Verteidiger an, Revision beim Bundesgerichtshof einzulegen. Nach wie vor bestreitet der findige Investor, Stasi-Mitarbeiter und Vertrauter des DDR-Devisenbeschaffers Alexander Schalck-Golodkowski alle Vorwürfe; seine Verteidiger werfen der ILB falsche Beratung und unklare Formulierungen in den Förderbescheiden vor.
Bs zur Rechtskraft des Urteils und einer möglichen Revisionsentscheidung vor dem Bundesgerichtshof darf Hilpert gegen Kaution nach Hause. Dafür muss er unter anderem eine Sicherheitsleistung in Höhe von 500 000 Euro aufbringen sowie seinen Pass und Personalausweis abgeben.
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