Hotel-WLAN-Test
Hotels in Deutschland haben Nachholbedarf

Deutsche Hotels haben in Sachen Wlan noch erheblichen Nachholbedarf. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland zwar unter den Top 20, aber in Sachen Netzqualität und kostenfreies Wlan weit abgeschlagen hinter der Schweiz, Schweden, Norwegen, Belgien und Dänemark.Wer sind die Spitzenreiter?

Wlan-Spitzenreiter sind die Hotels in Südkorea, Japan und der Ukraine. Dies geht aus einer Untersuchung des führenden Hotel-Wlan-Testportals hotelwifitest.com hervor. Die deutschen Hotels liegen bei der Netzstärke (Wlan-Qualität) mit 58,8 Prozent (im Vergleich mit anderen Ländern) im Mittelfeld. 68,9 Prozent der deutschen Hotels bieten kostenfreies Wlan für ihre Gäste.

Im Städtevergleich sind die Berliner Hotels weiter vorn, auf Rang 14 – mit 56,9 Prozent bei Wlan-Qualität und 75 Prozent kostenfreiem Wlan. Darauf folgt München (Qualität: 56,7%, kostenfrei: 64,1%). Die Hotels in Köln liegen im internationalen Vergleich auf Rang 20 (Qualität: 52.9%, kostenfrei: 62.0%), die Häuser in Frankfurt am Main auf einem guten 23. Platz (Qualität: 51.7%, kostenfrei: 68.6%). Die Tophotels in Hamburg haben Nachholbedarf, landeten in diesem Vergleich auf Rang 31 (Qualität: 44.6%, kostenfrei: 69.9%).

Hotelwifitest.com sammelt täglich von tausenden Hotelgästen Daten zu Hotel-Wlan-Netzen. Die Testergebnisse werden in führenden Hotelbuchungsportalen wie expedia.com, hotels.com, booking.com und tripadvisor.com eingeblendet. Wlan ist für immer mehr Hotelgäste ein bedeutenderes Auswahlkriterium als Lage und Zimmerpreis geworden.

Internet muss drahtlos hochverfügbar sein

Für Hotels sind starke Wlan-Netze eine sehr wichtige Investition. Drahtlose Internet-Hochverfügbarkeit ist längst zum Vertragsbestandteil bei Verhandlungen mit Firmenkunden geworden. „Wlan gehört auch zu den Schlüsselpunkten, wenn wir in Vertragsverhandlungen mit Unternehmen stehen, denn die wollen selbstverständlich, dass ihre Mitarbeiter auf Geschäftsreise problemlosen Zugang zum Wlan haben“, sagt Christian Schmidt, Operativer Leiter des Courtyard Düsseldorf Seestern.

„Hochverfügbarkeit und Belastbarkeit sind demnach wichtige Anforderungen bei der Planung gewesen, denn es kann gut sein, dass unter der Woche gerade am Abend alle unsere Gäste gleichzeitig online gehen wollen. Tatsächlich hatten wir aber auch weitere Ansprüche an unser neues WLAN-System: Im Hotelbetrieb sind wir darauf angewiesen, dass wir Gastzugänge nach Belieben staffeln, einfach zuteilen, verwalten und auch abrechnen können. Das hat früher einen immensen Arbeitsaufwand für die Mitarbeiter an der Rezeption verursacht – eine neue Lösung muss also auch die entsprechende Software unterstützen“, so Schmidt weiter.

Hohe Verfügbarkeit, stabiles Signal, gute Frequenzleistungen

Im Courtyard Düsseldorf Seestern hat man sich für ein Wlan-System von Systopia, einem IT- und TK-Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen, entschieden. Wichtig für den reibungslosen Ablauf der Migration waren besonders die Projektierung und Analyse im Vorfeld. Deshalb hat Systopia das Funkfeld sowohl auf den Etagen als auch in den öffentlichen Bereichen des Hotels vermessen. Alte und neues System sind bis zur Umschaltung parallel gelaufen, so dass es keine sog. Downtime gab – besonders für ein Businesshotel, in dem die Gäste auf den Wlan-Zugang angewiesen sind ein wichtiger Aspekt. Eine 100 Mbit asynchrone Internetanbindung, sowie eine 25 Mbit Reserveleitung sorgen dafür, dass Gäste mit bis zu 80 Mbit surfen können.

Die größten Vorteile sind für das Courtyard by Marriott Düsseldorf Seestern die hohe Verfügbarkeit, das stabile Signal und die guten Frequenzleistungen des „Ruckus“-Systems. „Naturgemäß gibt es in einem Hotel viele Wände und Türen. Deshalb muss unsere Wlan-Lösung über sehr gute Signale verfügen. Nur dann können unsere Gäste den Zugang optimal nutzen“, so Schmidt weiter. Zudem ist die Kompatibilität für den Asteas Controller wichtig, da dieser eine einfache Verwaltung und Abrechnung der Gastzugänge ermöglicht. „Mit unserem alten System konnten wir kein kostenloses Wlan anbieten. Jeder Zugang musste von den Mitarbeitern an der Rezeption angelegt, freigeschaltet und auch eingebucht werden – das war ein immenser Zeitaufwand, der jetzt wegfällt, weil das mit Ruckus hochautomatisiert abläuft“, sagt Schmidt.

Positive Feedback

Auch rechtlich kann sich das Hotel absichern, denn Gäste müssen sowohl Zimmernummer als auch Vor- und Nachname angeben und den AGB zustimmen, wenn sie das Wlan nutzen wollen. „Ein weiterer Vorteil von Ruckus – hier können wir die Angaben abfragen, die wir brauchen“, so Schmidt.

Ein weiteres Plus: Die Nutzerdichte. „Unser altes System war auf einem technischen Stand von vor zehn Jahren, gerade in der IT sind das Welten. Heute ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass jeder Gast mindestens zwei Endgeräte hat, mit denen er ins Wlan möchte. Dementsprechend leistungsfähig muss unser System sein.“ Bislang habe es ausschließlich positives Feedback auf das Wlan-System von Ruckus gegeben – von Gästen, Vertragspartnern und Angestellten, die ihre Zeit für andere Aufgaben verwenden können.

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