Bildquelle: hotelbiz consulting

Studie
Wirtschaftsförderer unzufrieden mit Hotelangebot

Der Städtetourismus in Deutschland erlebt einen Boom ohne gleichen, der Tourismus in den ländlichen Regionen entwickelt sich hingegen nur schleppend – dies ist eine der Kernaussagen einer aktuellen Studie von hotelbiz consulting unter deutschen Wirtschaftsförderern. Weiterhin geht hieraus hervor, dass der Instandhaltungsstau derzeit das größte Problem darstellt.

Kategorie: News
Text: Mathias Hansen, 31. Oktober 2012

Die Entwicklung neuer Hotels ist ein wichtiges Instrument zur Förderung des Tourismus und der regionalen Wirtschaft. Dies ist das Ergebnis einer Fachumfrage, die die Münchner Unternehmensberatung hotelbiz consulting im September und Oktober durchführte. Es wurde untersucht, mit welchen Instrumenten Städte und Regionen eine Hotelentwicklung anstoßen, welche Konzepte gewünscht werden und welche Probleme auftreten.

Hotelberater Föllmer: „Die meisten Wirtschaftsförderer sind mit dem Hotelangebot in ihrer Region unzufrieden. Um den Anschluss nicht zu verpassen, wollen viele Regionen Leitprojekte realisieren.“ Ein Businesshotel wird von den meisten Wirtschaftsförderern (65%) gewünscht, ein Tagungs- und Kongresshotel von 49% (siehe Grafik). Am liebsten geführt von einer internationalen Hotelkette, die das Image der Region steigert und neue Gäste mitbringt.

In touristischen Ferienregionen wünscht man sich zudem ein Familienhotel (51%). Mixed Use-Konzepte aus Hotel und Appartements oder Residenzen, die auch an Gäste vermietet werden können, sind bisher nur für jeden fünften Wirtschaftsförderer eine Option. „Dabei sind gerade Mixed-Use-Konzepte eine interessante Alternative zur klassischen  Hotelentwicklung“, so Föllmer.

„Auch die bestehenden Hotels in ländlichen Regionen müssen besser werden,“ stellt Hotelmarketing-Experte Föllmer fest. So wird das bestehende Angebot an Hotels von fast jedem fünften Wirtschaftsförderer als schlecht bewertet, die Hälfte hält das Angebot nur für mittelmäßig. Das größte Problem sei der Instandhaltungsstau der Hotelimmobilien. Aber auch mangelnde Servicequalität, Generationswechsel und Finanzierung bereiten den Hoteliers offensichtlich Probleme. Zudem wird den Hoteliers so mancher Region ein unzureichendes Hotelmarketing attestiert. „Durch gezielte Schulungen, Informationsabende und ‚Runde Tische’ könnte man strukturelle Probleme lösen und positive Entwicklungen anstoßen“, so Hotelberater Föllmer.

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