Orania.Berlin
Elmaus Elefant erobert Kreuzberg

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Für die Kreuzberger alternative Szene ist der Oranienplatz eine symbolträchtige Adresse. Und ausgerechnet hier, in einem markanten Jugendstilbau von 1913, hat kein Geringerer als der Besitzer des Luxusresorts Schloss Elmau, Dietmar Müller-Elmau, sein schickes Boutiquehotel Orania.Berlin eröffnet. Nicht ohne Kritikern die Stirn bieten zu müssen.

»Wir sind frühzeitig auf die Nachbarschaft zugegangen«, erklärt Philipp Vogel, Managing Director des Hotels und Küchenchef in Personalunion. »Es gab natürlich einzelne Proteste, aber größerer Ärger ist bisher ausgeblieben.« Während Vogel betont, dass es bereits Zimmer für 90 Euro inklusive Frühstück und Eintritt zu allen Kultur- und Musikveranstaltungen im Haus gebe, das Hotel mithin für eine breite Bevölkerungsschicht zugänglich sei, verweisen die Kritiker auf die höheren Zimmerkategorien, in welchen eine Nacht auch mit 650 Euro zu Buche schlagen kann.

Insgesamt befinden sich in dem von Eigentümer Dietrich von Boetticher aufwendig restaurierten, unter Denkmalschutz stehenden Eckbau, 41 Zimmer auf vier Etagen, darunter vier etwa 90 Quadratmeter große Suiten. Das Konzept und Design hat Dietmar Müller-Elmau (62) persönlich entwickelt. Natürlich darf neben naturbelassenen Materialien, warmen Farben, einem ausgeklügelten Lichtkonzept und subtilen orientalischen Einflüssen im ganzen Haus eines nicht fehlen: der Elefant, das Markenzeichen von Schloss Elmau. Schließlich sieht Müller-Elmau das Orania – an der Betreibergesellschaft ist er mit 50 Prozent beteiligt – als Schwesterhotel seines Vorzeige-Hauses, mit dem gleichen künstlerischen Anspruch. »Ohne die Kunst würde ich das Haus nicht betreiben«, sagt der Hotelier. »Viele der Weltstars, die in Schloss Elmau auftreten, wohnen in Berlin und sogar in Kreuzberg. Nun wollten wir mit einem Hotel zu ihnen kommen und ihnen in Berlin eine Möglichkeit geben aufzutreten.«

Einst begeisterte das »Oranienpalast Kabarett-Kaffee« hier seine Gäste nicht nur mit gutem Essen, sondern auch mit herausragenden Konzerten. An diese Tradition möchte Müller-Elmau anknüpfen. Dafür steht in der Lounge auf einem ausladenden Holzpodest ein imposanter Steinway-Flügel. Hier sollen an drei festen Tagen in der Woche Konzerte stattfinden, die auch für externe Besucher zugänglich sind. Von Zeit zu Zeit soll es ein anschließendes Dinner geben. Zudem lädt der Gastgeber in den sogenannten Literatursalon mit Blick auf Berlin, wo ebenfalls Veranstaltungen stattfinden werden. Artistic Director ist der international renommierte Pianist Julien Quentin, der ebenfalls in Berlin-Kreuzberg zu Hause ist.

Müller-Elmau hat aber nicht nur die Berliner Künstler im Sinn. Er hat auch ein Auge auf auswärtige Stars geworfen, die für Auftritte nach Berlin kommen und im Orania absteigen sollen. Sie können dann beispielsweise auch im Literatursalon unter professionellen Bedingungen proben. »Die Stars erwarten zu Recht von allem nur das Beste und das will ich ihnen auch bieten«, so der 62-Jährige. Das gelte im Besonderen für die Speisen, für deren Zubereitung Küchenchef Philipp Vogel verantwortlich zeichnet (siehe Artikel Seite 92). Dessen Ehefrau Jennifer Vogel fungiert als Gastgeberin. Im Restaurant »Edvard« in Wien wurde Vogel 2014 mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Nun kreiert er in der imposanten offenen Küche des Orania lockere, einfallsreiche, kosmopolitische Cuisine. Im Bezug auf konkrete Zahlen hält sich Vogel allerdings noch bedeckt. »Wir setzen uns bezüglich Auslastung oder RevPAR erst einmal nicht unter Druck, aber die Buchungen laufen gut«, erklärt der Managing Director. Dietmar Müller-Elmau hat dafür eine andere wichtige Information parat. In das Haus investiert wurde bis zur Eröffnung  insgesamt ein hoher zweistelliger Millionenbetrag.

Orania.Berlin
Oranienplatz 17     
10999 Berlin-Kreuzberg
Telefon 030-69539680
orania.berlin
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Kategorie Boutiquehotel
Managing Director & Culinary Chef Philipp Vogel
Logis 41 Zimmer und Suiten
Preise DZ (zur Alleinnutzung)inklusive Frühstück ab 95 Euro, Suite ab 360 Euro

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