Cocoon München Hauptbahnhof

Die Alm am Hauptbahnhof

Cocoon – das kommt von Cocooning, sich verpuppen. Und in dem mittlerweile dritten Haus der Marke in München, dem Cocoon Hauptbahnhof kann man genau das: sich in den Details der Ausstattung verlieren und trotz Innenstadtlage Alpenfeeling genießen.

Die Gondel fällt als Erstes ins Auge: Sie schwebt rechts in der Lobby vor dem Wandbild einer Alm mit Bergsteigerhütte. Ein flacher Hügel aus Gras »wächst« aus der Wand, darauf liegen Kissen, die zum Entspannen einladen. Daneben steht ein Schaukelstuhl, gefertigt aus echten Skiern. Echt sind auch die Skier, die außen an der Gondel stecken – ein Paar davon gehörte als Kind Johannes Eckelmann, dem Geschäftsführer der Cocoon Hotels. Direkt über der Tür zieht ein Leuchter aus Geweihen die Aufmerksamkeit auf sich. Von dort aus schweift der Blick weiter nach links, am Empfangstresen vorbei bis zum »Bubble-Hängesessel«, dem Markenzeichen der Cocoon Hotels – passend zum Look des Hauses im Kuhfleckendesign. Hier wird das Prinzip des Cocoonings ganz greifbar.

Einen gemütlichen Gegenpol zur Außenwelt bietet ein Kamin. »Wir wollten eine urbane Oase schaffen, als Kontrapunkt zur hektischen Großstadt«, erklärt Brandmanagerin Virginia Benz. Genau das ist in dem ehemaligen Geschäftshaus entstanden, das komplett entkernt und restrukturiert wurde. Jetzt stehen vor dem Kamin restaurierte Sessel, in Braun-Grün gehalten wie auch die rustikale Couch. Der Kaffee wird in Blechtassen auf Baumstammscheiben mit Rollen serviert; ein Melkschemel am Fenster im »used look« trägt einen Korb mit Blumen. Upcycling ist ein wichtiges Stichwort in der Gestaltung des Cocoon und passt zur Zielgruppe des Hotels: »Es ist für Gäste, die ein bisschen was Keckes möchten«, sagt Virginia Benz über das »Gute-Laune-Design« des Hotels. Jung wie das Interior Design sind auch die Mitarbeiter – zwischen 20 und 30 Jahren. Während draußen auf der Straße Autos parken und Fußgänger an den großen Fenstern vorbeilaufen, bietet das Cocoon Alpenfeeling und Nähe zur Natur. Die wird nicht nur durch die kreative Dekoration – darunter eine Lampen aus alten Kuhglocken und Barhocker aus Traktorsitzen– hergestellt. Wie innovativ und detailverliebt das Konzept umgesetzt ist, zeigt sich auch in der großen Leinwand im Frühstücksbereich, auf der eine Liveübertragung grasender Kühe zu sehen ist. Auf weiteren Bildschirmen gibt es Einblicke in Kuh- und Hühnerstall.

Hat der Gast die Lobby ausreichend erkundet, bringt ihn ein in Gondeloptik gestalteter Aufzug zu seinem Zimmer – und vermittelt ihm währenddessen über kleine Bildschirme an drei Seiten das Gefühl, tatsächlich in einer Gondel zu fahren. In den Zimmern setzt sich die alpine Optik fort. Hier fallen besonders die Lampen aus umfunktionierten Milchkannen und die Garderobe in Form einer Harke auf; in einem der Zimmer weckt Heu hinter einer Glasvitrine Erinnerungen an Aufenthalte auf dem Bauernhof. Das Haus hat sieben Suiten, mit so originellen Namen wie »Einfädler« und »Gipfelkraxler«. Zwei der Suiten entstanden in Kooperation mit Jägermeister und Almdudler und sind entsprechend eingerichtet. Alpenfeeling in der City – das Konzept kommt offensichtlich gut an. Seit dem Pre-Opening zum Oktoberfest ist das Cocoon gut besucht: »Wir freuen uns momentan über eine Auslastung von bis zu 95 Prozent«, so Geschäftsführer Eckelmann und fügt hinzu: »Besonders Amerikanern und Asiaten gefällt das bayerische Flair«.

 

Cocoon München
Hauptbahnhof
Mittererstraße 9
80336 München
Telefon 089-59993909
www.cocoon-hotels.de

Kategorie: Designhotel
Geschäftsführer: Johannes Eckelmann
Logis: 96 Zimmer, 7 Suiten
Preise: DZ ab 89 Euro, Suite ab 159 Euro