AMANO Zoe Berlin

Viertes »Kind« für AMANO

Für die einen ist die Top-Nachricht die Eröffnung des vierten AMANO-Hotels. Für die anderen ist es der damit verbundene Umzug der »G&T Bar«. Zuvor in der Friedrichstraße ansässig, vergrößert sich die angesagte Bar räumlich sowie in Bezug auf ihr Gin- und Tonic-Angebot. Und auch das neue Hauptstadt-Haus der Gruppe kann sich sehen lassen.

 

Sein Bar-Faible hat AMANO-Geschäftsführer Ariel Schiff schon bei der Eröffnung von Hotel Nummer drei im letzten Sommer, dem AMANO Grand Central, und der Apartmentbar in der obersten Etage bewiesen. Nun rückt die »G&T Bar« aus dem Hinterhof in die erste Reihe: unweit des Hackeschen Markts mitten im Ausgehdistrikt Berlin-Mitte. 90 Sorten Gin offeriert Barchef Lars Larsen. »Darunter Exoten wie Gin aus Island, Indien, Kolumbien und immer mehr aus Deutschland«, so Larsen, dessen Schaffen durch die Fensterfront von der Straße aus verfolgt werden kann. Die Rückseite der Bar ist ebenfalls eine gläserne Wand und stellt damit eine visuelle Verbindung zum Frühstücksraum her. Dieser wird mit Kamin, Wintergarten und Innenhofterrasse auch als Lounge genutzt. Wie in der Lobby, den Gästezimmern und Apartments ist das Design hier gleichermaßen urban, modern und minimalistisch: Grauer Beton, schwarze Oberflächen, goldene Wände, indirektes Licht und braune Wildlederpolster; WLAN ist kostenfrei, auf Minibars wird verzichtet. »Die Vision der AMANO Group ist es, luxuriöses Wohngefühl erschwinglich zu machen. Gleichzeitig sollen unsere Hotels Orte sein, an denen sich Gäste und Einheimische begegnen«, sagt Ariel Schiff. Die Dachterrasse mit Ausblick auf den Fernsehturm und die Neue Synagoge kann für Empfänge mit bis zu 60 Personen genutzt werden. Zudem denkt man derzeit über eine Nutzung als öffentlich zugängliche Open-Air-­Adresse mit mobiler Bar nach. Das Raunen, das früher durch den Pressewald ging, sobald in Berlin ein neues Hotel eröffnete, ist verebbt. Gerade hat Visit Berlin einen Rekord bekannt gegeben: 2015 gab es 30,25 Millionen Übernachtungen in der Hauptstadt – ein Plus von 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. »Hundert Prozent Auslastung am ersten Tag sind ein Zeichen dafür, dass der Markt noch nicht gesättigt ist«, sagte Hotelmanager Christopher Butt beim Opening Ende Februar. Mit dem Namen des Hotels gibt Ariel Schiff Einblick ins Private. »Ich habe das Hotel nach meiner kleinen Tochter Zoe benannt«, so der AMANO-Chef, der bereits sein fünftes Projekt in Angriff genommen hat. In den Gebäudekomplex an der Friedrichstraße, wo er neben der »G&T-Bar« zwischenzeitlich auch zwei Restaurants betrieben hatte, kommt ein 93 Zimmer großes Drei-Sterne-Hotel.