Hard Rock Hotel
Der Checkpoint rockt

neue_hotels_1-2_16_hamish_dodds.jpg
Hard Rock International

Hard Rock International (HRI) ist auf Expansionskurs. Insgesamt 157 Cafés, 22 Hotels und elf Casinos in 64 Ländern betreibt das Unternehmen derzeit.

Allein in 2016 stehen fünf Hotelneueröffnungen an, darunter Dubai und Shenzhen. Über zwei Dutzend Hotelprojekte sind in der Pipeline. Deutschland muss hingegen auf das erste Hard Rock Hotel noch eine Weile warten: 2020 soll es in Berlin am Checkpoint Charlie eröffnet werden.

»Das Hotel wird über 372 Zimmer und Suiten verfügen, darunter Rock Star Suiten, an deren Gestaltung wir bekannte Bands wie die Scorpions oder The Black Eyed Peas beteiligen möchten«, gab Hamish Dodds, Chief Executive Officer von Hard Rock International, bei der Vorstellung des geplanten Projekts in Berlin bekannt. Neben einem Hard Rock Café – das zweite in Berlin neben dem bestehenden am Kurfürstendamm – wird das Haus über ein Body Rock-Workout-Studio, ein Rock Spa mit Rhythm & Motion Spa-Menü, einen Rock Shop sowie eine Dachterrasse mit Pool und Loungebereich verfügen, das Veranstaltungsgeschäft findet auf 1.000 Quadratmeter Fläche inklusive Ballsaal statt.

Der Baubeginn ist für Mitte 2017 vorgesehen. Eigens wird aus Orlando ein Original der Berliner Mauer, welches das Unternehmen nach der Wende erworben hatte, zurück nach Berlin in das neue Hotel gebracht. Auch die Hammond C3 Orgel der Britannia Row Studios, die von Pink Floyd zur Aufnahme ihres Albums »The Wall« verwendet wurde, wird zu sehen sein.

Das Hotel ist dann Teil eines Mehrzweckkomplexes, der von der Berliner Trockland Developement Group auf drei von ihr erworbenen Grundstücken direkt neben dem Checkpoint Charlie realisiert wird. Dazu zählen auch Büros, Wohnungen und Museumsflächen für die vom Berliner Senat geplante Gedenkstätte Checkpoint Charlie und Berliner Mauer. »Wir sind uns der Verantwortung an diesem besonderen historischen Ort bewusst«, erläutert Heskel Nathaniel, der Gründer der Trockland Development Group, der insgesamt gut 700 Millionen Euro investieren will. Konkrete Pläne für das Projekt gibt es bisher noch nicht. Diese sollen Anfang 2016 vom Berliner Büro Craft vorgelegt werden. »Wir haben die einmalige Gelegenheit, an diesem Standort die Geschichte Berlins zu erzählen – einer Stadt, die sich nach der Zeit der Teilung in ein Symbol der Freiheit und Einheit verwandelt hat. Unsere Aufgabe ist es, diese Gedanken in das Nutzungskonzept des Komplexes und die Architektur einfließen zu lassen und für die Berliner, ihre Besucher und zukünftige Generationen erlebbar zu machen«, gibt Nathaniel dafür die Richtung vor.