Fritz im Pyjama Hotel

Stilmix im Schanzenviertel

Es gibt Hotels, die ein absolutes Wohlfühl-Flair vermitteln. Das Fritz im Pyjama im lebendigen Hamburger Schanzenviertel ist so eines. Mehr Individualität geht kaum.

 

Nur ein paar Schritte vom Hamburger S-Bahnhof Sternschanze entfernt, fußläufig von Messe und Fernsehturm zu erreichen, liegt ein kleiner Hotel-Juwel inmitten des Großstadtdschungels. Gerade mal 17 Zimmer verteilen sich in der ersten Etage eines klassischen Jugendstilwohnhauses aus dem frühen 20. Jahrhundert. Diese kommen ganz unterschiedlich daher: Eine charmante Melange aus eigens entworfenen Möbeln, kombiniert mit edlen Design-Klassikern und einer augenscheinliche Liebe für Details. Ein gelungener Stilmix aus vergangenen Jahrzehnten, bei denen die 60er-Jahre klar im Vordergrund stehen.

Direkt neben dem schmalen Hoteleingang liegt eine angesagte Bar. Links und rechts stillen Falafel-Shops, schöne Cafés, Restaurants und Designerboutiquen jegliches Konsum- und Genussverlangen einer urbanen, modernen Szene. Die Schanze ist »hip«.  Das Hamburger  Altbauviertel, sehr zentral zwischen St.Pauli und der City gelegen, wurde in den vergangenen zehn Jahren nach und nach saniert. Es bewahrt sich aber immer noch einen leichten »Bohemian Chic« aus der Ära, in der die »Schanze« für Multikulti und alternative Kultur stand. Ein perfekter Platz für das unkonventionelle Fritz im Pyjama und für Menschen mit Visionen – so wie das Betreiber-Ehepaar  Samira Sinjab-Behrmann und Stephan Behrmann. Die beiden sind Anfang 40, verfügen über viel Know-how in der gastlichen Branche und bringen vor allem eines mit: Passion und Liebe für neue, innovative Projekte. Während Samira mit einer weiteren Mitarbeiterin für das Marketing, die PR und alles Kreative verantwortlich ist, kümmert sich Stephan um die Zahlen. Eine klare Aufgabenteilung, die sich bewährt. Schon seit drei Jahren betreibt das Paar sehr erfolgreich das Pyjama im Park auf der Reeperbahn, eine urbane Oase mit 28 Hotel- und 22 Hostelzimmern. Ein Hort für Reisende, die ihr Geld lieber für andere schöne Dinge ausgeben, als für teure Übernachtungen, aber dennoch nicht auf Design und stilvolles Ambiente verzichten möchten. »Flashpacker« nennt man diese im neuesten Trendjargon. Weltoffene Reisende, die aus dem Backpacker-Dasein heraus gewachsen sind und mit gedeckter Kreditkarte, Smartphone und Laptop ganz individuell reisen wollen. Solche Gäste sorgen im Behrmann-Erstling für eine Auslastung von rund 86 Prozent; bereits kurze Zeit später erfreut sich auch das im März eröffnete Fritz im Pyjama über eine positive Buchungslage, die in Spitzenzeiten bei 91 Prozent liegt.