Bitterfelder Hof
Gericht verhängt Strafe wegen falscher Sterne-Werbung

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Das Hotel Bitterfelder Hof wirbt auf seiner Homepage mit drei Sternen, bei Holidaycheck sogar mit vier. Dabei ist das Haus gar nicht klassifiziert. Der Dehoga und die Wettbewerbszentrale gingen deswegen vor Gericht. Der ehemalige Betreiber soll nun eine Geldstrafe zahlen, für die er scheinbar kein Verständnis aufbringt.

Nachdem der Sterneschwindel aufflog, wurde ein Gerichtsverfahren gegen den ehemaligen Betreiber, der das Bitterfelder Hotel im Dezember 2017 an seinen Nachfolger übergeben hatte, eingeleitet. Das Landgericht Dessau-Roßlau verurteilte ihn zur Zahlung einer Geldstrafe über 1500 Euro – diese allerdings hat er laut „Mitteldeutscher Zeitung“ noch immer nicht beglichen.

Der frühere Pächter behauptet: Er habe das Haus mit drei Sternen übernommen und habe nicht gewusst, dass eine eigenmächtige Sternevergabe wettbewerbsrechtlich nicht zulässig ist. Auch der neue Betreiber könne die Aufregung nicht nachvollziehen, schließlich handle es sich nur um bildliche Elemente auf der Hotel-Website. Von dem Gerichtsverfahren habe er nichts mitbekommen und wolle sich nun beraten lassen.

Der Bitterfelder Hof ist dem Bericht zufolge eines von zwei Häusern in Deutschland, bei denen falsche Sterne zu einem Gerichtsverfahren führten. Eine Hotelbetreibergesellschaft wurde vom Landgericht Münster sogar zu einer Strafe von 5000 Euro verurteilt.

Quelle: „Mitteldeutsche Zeitung