4 Vertragstypen und ihre Bedeutung
Wer möchte was? Und welche Details gilt es zu beachten?

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Top hotel

 

Was ist nun der richtige Vertragstyp für welches Hotel in welcher Lage und welcher Größe? Sicherlich gibt es klassische Pachtobjekte, bei denen beispielsweise der Eigentümer kein oder nur ein geringes Interesse an der Befassung mit der Immobilie und dem Betrieb hat. Auch sind Hotels in Premiumlagen in Innenstädten allein aufgrund der Marktmacht der Eigentümer fast immer Pachtobjekte, denn das wirtschaftliche Risiko liegt hier im Wesentlichen beim Betreiber und nicht beim Verpächter. Diese Betrachtung ist aber nur auf den ersten Blick richtig. Denn auch bei klassischen Pachtobjekten muss es dem Eigentümer klar sein, dass der Pächter die Pacht nur erwirtschaften kann, wenn die Immobilie dies zulässt und entsprechend die Instandhaltung durchgeführt wird. Auch ist jedem Verpächter rasch klar, dass er im Falle einer Marktverschlechterung an einer schwarz-weiß orientierten Risikobetrachtung mit einer potenziellen Insolvenz des Pächters auch kein Interesse haben kann. Vice versa liegen die Dinge bei Management-Objekten, bei denen der Manager (Hotelkette) dem Owner das Risiko aufbürden kann, da beispielsweise die Lage des Objektes nicht optimal ist. Auch hier ist der Manager natürlich daran interessiert, gemeinsam mit dem Owner erfolgreich zu wirtschaften. Denn für den Manager ist trotz der Begrenzung des rein monetären Risikos die eigene Marke im Feuer.

Fazit: Für jede Immobilie gibt es den richtigen Vertragstyp und jeder Vertragstyp erlaubt bestimmte Anpassungen an die konkrete Situation.

Dr. Jur. Clemens Engelhardt
Rechtsanwalt / www.legalcounsel.eu

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