Küchentechnik

Leasing oder Kredit?

Dennoch muss klar sein: Hotel- und Restaurantküchen bringen mit ihren hohen technischen Anforderungen einen enormen Investitionsbedarf mit sich. Die strengen Kreditvergaberichtlinien der Banken und Sparkassen führen bei vielen Gastronomie-Unternehmen zu erheblichen Finanzierungsproblemen. Daher bietet sich als Alternative das Leasing an. Leasing geht auf die Grundidee zurück, dass die Nutzung eines Investitionsgutes den Ertrag bringt und nicht das Eigentum daran. Trotz vielfältiger Vertragsmodalitäten und einem breit gefächerten Angebot von Zusatzleistungen hat sich an der Grundidee nichts geändert: Unternehmer mieten für eine gewisse Zeit – zwei, drei Jahre oder auch mehr – Fritteusen, Kombidämpfer oder Pizza-Öfen, um damit Geschäfte zu machen. Wenn sie die Sachen nicht mehr brauchen, geben sie sie zurück. Und wenn nötig, leasen sie danach die aktuellen Geräte. Es müssen allerdings keine großen Investitionen sein. So finanziert ALBIS HiTec Leasing Leasingobjekte schon ab 500 Euro. Der große Vorteil von Leasing: »Der Kreditrahmen bei der Hausbank bleibt unangetastet«, sagt ALBIS-Vorstand Andreas Oppitz. »Leasingnehmer profitieren dadurch von zusätzlichen finanziellen Freiräumen für weitere notwendige Investitionen.«

Die in Dortmund ansässige ETL Leasing bietet ebenfalls Hotellerie- und Gastronomie-Leasing an. Und zwar mit einem besonderen Angebot in den umsatzstarken Monaten. Auf Wunsch kann die Leasingrate den jahreszeitlich bedingten Umsätzen angepasst werden, etwa in der Sommerzeit, wenn die Biergärten geöffnet sind, der Ferienzeit oder in den Monaten mit vielen Feiertagen. Um die Investition anzuregen, bietet ETL Leasing zudem an, die Zahlungen 90 Tage auf Null zu setzen. »Erst danach fließen die vereinbarten Leasingraten«, betont Stefan Rosenbauer, Geschäftsführer der ETL Leasing. Die ETL-Gruppe ist in Deutschland mit über 700 Steuerberatungs- und Anwaltskanzleien vertreten und weltweit in über 30 Ländern.

Und was ist mit der Miete für Küchentechnik? Für dauerhafte Lösungen ist die eher weniger geeignet. Wohl hingegen für Spitzenbedarf. Etwa für Straßenfeste, Jubiläen, Cateringaufträge oder sonstige Anlässe. Doch das kostet. Etwa eine Grillplatte für drei Tage circa 130 bis 170 Euro. Anbieter mit umfangreichem Sortiment ist zum Beispiel die Firma Hase in Osnabrück, Münster und Leipzig.

 

Leasing-Arten

Vollamortisationsverträge: Dabei werden innerhalb der vereinbarten Laufzeit die Anschaffungskosten des Leasinggegenstandes und die Finanzierungskosten vollständig bezahlt. Dennoch muss nach Vertragsende die Rückgabe erfolgen.

Teilamortisationsverträge: Der Leasingnehmer bezahlt innerhalb der vertraglich festgelegten Laufzeit lediglich einen Teil der Anschaffungskosten des Leasingobjektes sowie dessen Finanzierungskosten. Nach Auslaufen des Vertrages gibt es einen kalkulierten Restwert. Den muss der Leasinggeber bei der Verwertung des Objektes erzielen, sonst kann er – je nach Vertragsform – Nachzahlungen verlangen.

Kündbare Leasingverträge: Eine eher seltene Variante. Bei der vorzeitigen Beendigung eines Leasingvertrages ist der Leasingnehmer auf das Angebot der Leasingfirma zur Einwilligung in diese Vertragsveränderung angewiesen. Aber Vorsicht: Damit ein Leasingvertrag steuerlich wirkt, ist eine Kündigung frühestens nach Ablauf von 40 Prozent der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer des Objektes möglich.