Quality Check von Top hotel
So präsentierte sich das Riva Konstanz im aktuellen Hoteltest - Check-out / Lost & Found / Bilanz / Gesamteindruck

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 11:00 - Check-out

 

Ein hochgewachsener junger Mann mit markanter Zahnspange checkt mich aus. Er erkundigt sich, ob alles in Ordnung war und ob ich mich wohl gefühlt habe, er gibt mir ein Wasser für die Reise mit und er bietet mir an, das Auto aus der Tiefgarage holen und mit meinem Gepäck beladen zu lassen. Nach der Zahlung wünscht mir Herr R. eine gute Reise und verbindet damit die Hoffnung, mich bald einmal wieder begrüßen zu dürfen. Das hat Stil. Die Rechnung stimmt exakt, das Fahrrad wurde freundlicherweise nur für einen halben Tag berechnet. Was jedoch, wie man so schön sagt, den Bock nicht fett macht, denn meine beiden Tage am Bodensee belaufen sich summa summarum auf 1.057,90 Euro.

Während ich noch die Rechnung prüfe, erkundigt sich nebenan ein sichtbar gut situiertes junges Paar nach der Möglichkeit, ihre Flitterwochen im Hotel zu verbringen. Sie wollen die Panoramasuite buchen – für zehn Tage! Das wäre doch eigentlich ein Anlass, das Gespräch in der Sitzecke fortzusetzen und dem jungen Glück vielleicht ein Gläschen Schampus zu spendieren. Doch nein – der zweite Rezeptionist verhandelt die Sache über den Tresen. Das hat nun deutlich weniger Stil.
Wertung: sehr gut

Lost & Found

Das liegengelassene Kleidungsstück ist gefunden und wird mir prompt und kostenlos zugeschickt. Das Gespräch dazu mit der Empfangsmitarbeiterin verläuft ausgesprochen herzlich.
Wertung: sehr gut

Bilanz

Ein Hoteltest kann immer nur eine Momentaufnahme sein. Wenngleich viele Kriterien objektiv messbar sind, erlebt doch jeder Gast ein Hotel anders, setzt eigene Prioritäten, reagiert unterschiedlich empfindlich. Dass bei meinem Besuch nahezu alles passte, war sicher Glück – das Glück der Tüchtigen. Mit ihrem Hotel setzen Birgit und Peter Kolb nicht nur die gewachsene Tradition des früheren Seehotel Siber fort, sie haben sie vielmehr ausgebaut, weiterentwickelt, perfektioniert. Ihr Riva ist ein Schmuckstück geworden, ein Lieblingsplatz für Designfans, Gerne-gut-Esser und Menschen, die es schick und dennoch locker lieben. Wo es hier und da noch knirscht, sind die Mitarbeiter, die den hohen Anspruch mittragen – sogar mitleben – müssen. Die Inhaber treten als Gastgeber nicht in Erscheinung. Einen Direktor scheint es nicht zu geben. Doch im Hotel muss immer einer da sein, der führt, der Vorbild ist, der klare Ansagen macht. Dann wissen auch alle, was ein leitender Mitarbeiter eines traditionsreichen Luxushotels einmal so schön ausdrückte: »Es stellt sich nicht die Frage, OB wir einen Gästewunsch erfüllen, sondern nur, WIE wir das bewerkstelligen.«

Gesamteindruck: 81 %
Testurteil: sehr gut

100-81 sehr gut;   80-61 gut;   60-41 befriedigend;   40-21 mangelhaft;   20-0 ungenügend.
Der Gesamteindruck ist nicht das arithmetische Mittel;  die Check-Bereiche sind unterschiedlich gewichtet!

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