Hoteltest im Sofitel Hamburg Alter Wall: So lala statt oh là là - Remake / Front Office / Concierge / Sicherheit

Hoteltest im Sofitel Hamburg Alter Wall

So lala statt oh là là - Remake / Front Office / Concierge / Sicherheit

Remake: Soweit bon

 

Das Bett ist ordentlich gemacht, der Boden gesaugt, die Vorhänge sind aufgezogen. Das benutzte Geschirr wurde gespült, das Geld auf dem Nachttisch nicht angerührt. Kleidung und Schuhe zu ordnen scheint keine Vorgabe für die Housekeeper zu sein. Hierzu gibt es unterschiedliche Meinungen – genauso wie dazu, ob im Bad die Gästekosmetika aufgeräumt werden sollten. Aber wie, bitteschön, will man putzen, wenn kreuz und quer über den Waschtisch Sachen verstreut sind? Zurück zu meinem Bad. Es ist sauber und sogar die Toilettenschüssel wurde gereinigt, das Handtuch auf dem Halter blieb ordnungs-
gemäß hängen. Nur das Fläschchen mit Body Lotion wurde nicht ersetzt.
Wertung: gut

Front Office / Concierge: Très charmant

Theaterkarten? Kein Problem. Ladekabel? Dito. Das Auto waschen lassen? »Können wir gerne in Auftrag geben, kostet aber um die 100 Euro. Mein Tipp: 200 Meter von hier ist eine Tankstelle mit Waschstraße.« Chefconcierge D. ist herzlich, hilfsbereit und dabei auf dem Teppich geblieben. Ein richtig Netter. Im Gegensatz zu seinen Mitarbeitern (siehe Check-in und Check-out) ist auch Empfangschef E. très charmant. Allerdings will er mir unbedingt eine Mitgliedschaft im Accor Treueprogramm »Le Club« verkaufen. Als ich bei Herrn E. eine zweite Person für die Übernachtung anmelde und mich nach den Zusatzkosten erkundige, lässt er die zehn Euro großzügig unter den Tisch fallen. Merci bien!
Wertung: sehr gut

Sicherheit: À la bonne heure

Fluchtwegepläne, Feuerlöscheinrichtungen, Brandschutzhinweise – alles vorschriftsmäßig. Auch der Notrufknopf im Spa funktioniert (siehe nächstes Kapitel). Es gibt einen Türspion, Notfallpläne und die Zimmer der oberen Stockwerke sind per Aufzug nur mit Karte erreichbar (Stockwerk 1 und 2, in denen Zimmer und Veranstaltungsräume liegen, jedoch auch über eine Treppe). Auf den Türen zu den Fluchttreppenhäusern weisen Schilder darauf hin, dass man aus ihnen nicht mehr in die Etagen zurückkommt. Und der Housekeeping-Mitarbeiter bedauert, mir mein Zimmer nicht aufschließen zu dürfen: »You go reception for Schlüssel!« Eine Ersatzzimmerkarte erhalte ich am Empfang zwar nur gegen Angabe meines Namens, aber den könnte ich ja auch irgendwo aufgeschnappt haben. Da ich keine Ausweispapiere bei mir habe, müsste Herr C. zumindest noch eine weitere Angabe aus dem Anmeldeformular überprüfen.
Wertung: gut