Kempinski Career Day

Speed-Dating am Airport

Der zweite »Kempinski Career Day« am 10. März im Kempinski Airport München bietet Bewerbern die Chance auf ein Kurz-Interview mit hochrangigen Vertretern der Gruppe.

Top hotel: 1000 Bewerber nahmen am »Kempinski Career Day 2011« im Februar teil. Wie viele Arbeitsverhältnisse sind daraus entstanden?
Henrike Gosemann: Das Niveau der Teilnehmer war sehr hoch. So konnten wir denn auch 30 Prozent der externen Bewerber ein Angebot machen; insgesamt 200 neue Mitarbeiter haben wir danach eingestellt. Von den 170 Kempinski-Mitarbeitern konnten 50 Prozent auf andere Positionen vermittelt werden.

Top hotel:Was erhoffen Sie sich hinsichtlich Teilnehmerzahl und -qualität vom kommenden »Career Day« im März?
Henrike Gosemann: Wir waren mit unserem ersten Career Day sehr zufrieden. Das hat sich auch an den Hotelschulen herumgesprochen. Dementsprechend rechnen wir erneut mit rund 1000 Teilnehmern, inklusive der Kandidaten, die sich innerhalb des Unternehmens verändern möchten.

Top hotel: Wie sieht das Procedere aus?
Henrike Gosemann: Interessierte Teilnehmer können sich direkt im Internet unter www.kempinski-jobs.com für die Veranstaltung anmelden und sich für ein Interview bewerben. Aufgrund der limitierten Anzahl der zur Verfügung stehenden Interviews – pro General Manager planen wir etwa acht Interviews – ist eine Vorauswahl notwendig, um ausgewählten Kandidaten einen festen Interviewtermin zuzuteilen. Am Career Day erfahren die Bewerber dann vor Ort, ob und wann sie ein »festes« Interview haben. Direkt nach der Registrierung erhalten alle Bewerber eine elektronische Bestätigung mit der jeweiligen Einlasszeit. Vor Ort stehen alle unsere General Manager und Unternehmensexperten den jungen Talenten Rede und Antwort. Jeder hat also die Chance, direkt mit einem Vertreter des Kempinski Managements zu sprechen, auch wenn er nicht vorab eine feste Interview-Zeit erhalten hat. Darüber hinaus haben die Teilnehmer Gelegenheit, in verschiedenen Präsentationen das Unternehmen Kempinski kennenzulernen.

Top hotel: Welche Vorteile für Bewerber und Hotels bietet ein Vorstellungsgespräch in einem solch ungewöhnlichen Rahmen?
Henrike Gosemann: Die Bewerber haben die Möglichkeit, an einem einzigen Tag das Unternehmen, die einzelnen Hotels sowie die Ein- und Aufstiegschancen kennenzulernen und sich ein umfassendes Bild zu machen. Darüber hinaus profitieren sie natürlich vom direkten Austausch mit den Hoteldirektoren und den übrigen Führungskräften, von denen sie auch Tipps und Ideen für ihre weitere internationale Karriere erhalten können. Umgekehrt ist es auch für uns toll, in kurzer Zeit so viele Bewerber kennenzulernen. Alle Interviewer haben den, nennen wir es mal »übergeordneten Kempinski-Hut« auf. Das heißt, wenn sie ein Talent erkennen, für das es im eigenen Haus keine adäquate Position gibt, dann wird versucht, in einem der anderen Hotels eine passende Aufgabe zu finden, um dieses Talent für Kempinski zu gewinnen und weiterzuentwickeln.

Top hotel:Für die Gespräche mit den Bewerbern haben die Vorstände und Führungskräfte nur wenige Minuten. Ist es in so kurzer Zeit überhaupt möglich, die Qualifikation des Interessenten zu erkennen?
Henrike Gosemann: In der Regel erkennen sie die innere Einstellung, die sogenannte Attitude, eines Kandidaten innerhalb kürzester Zeit. Und auf die richtige Einstellung, die vorhandene Dienstleistungsbereitschaft und die Leidenschaft für die Luxushotellerie kommt es in aller erster Linie an. Natürlich ist eine gewisse fachliche Qualifikation Grundvoraussetzung, ebenso wie Fremdsprachenkenntnisse in der internationalen Hotellerie ein »Must have« sind.

Top hotel: Umgekehrt ist es für die Bewerber schwierig, ihre Kompetenz herauszustellen. Welche Tipps können Sie den Teilnehmern geben – auch für die Vorbereitung?
Henrike Gosemann: Grundsätzlich sollten sich die Bewerber im Vorfeld mit Kempinski beschäftigt haben. Ein Kandidat, der zum Beispiel am liebsten in Amerika arbeiten möchte, ist bei Kempinski sicherlich nicht richtig. Auch sollten sie sich mit dem Unternehmen und seinen Werten identifizieren können. Des Weiteren ist es sinnvoll, wenn die Kandidaten bereits eine gewisse Vorstellung davon haben, wie sie sich ihren weiteren Berufsweg vorstellen und plausibel erklären können, warum sie gerade bei Kempinski richtig sind. Dabei sollte aber auch immer noch eine gewisse Offenheit und Flexibilität bezüglich möglicher Einstiegschancen vorhanden sein.

Top hotel: In welchen Regionen / Ländern gibt es derzeit die meisten vakanten Stellen?
Henrike Gosemann: Insgesamt stehen aktuell etwa 180 Positionen in Europa für aus der EU stammende Bewerber zur Verfügung. In China sind es 160, davon etwa 150 für lokale Bewerber. In MEA haben wir rund 100 Stellen zu besetzen, 60 davon ebenfalls ausschließlich für lokale Bewerber. Aufgrund von länderspezifischen Einschränkungen, wie beispielsweise Einreisebedingungen (Visum) bzw. Arbeitsgenehmigungen, können nicht alle Bewerber in ihr Wunschland. Um ein Beispiel zu nennen: In China kann man als »Expatriate« erst ab einer bestimmten Ebene tätig werden, meistens ab einer Abteilungsleiterfunktion aufwärts oder auch als Management-Trainee. Basispositionen können aus den genannten Gründen in China leider nicht besetzt werden.