Kameha Grand Zürich
Glocken, Gold und Schokolade

In Zürich entsteht derzeit nach dem Premieren-Hotel in Bonn das zweite Kameha Grand Hotel, das von der Lifestyle Hospitality & Entertainment Group AG als Managementgesellschaft geführt wird – klicken Sie sich durch die Bilder. Seinen neuen »Lieblingsplatz« präsentierte Carsten K. Rath, CEO der LH&E Group, in der Frankfurter Kameha Suite ebenso wie seinen neuen Vertriebspartner.

»Wir werden pünktlich fertig«, freut sich Carsten K. Rath, der nach 18-monatiger Bauzeit am 28. Februar 2015 die ersten Gäste in Zürich erwartet. Die Fassade ist geschlossen, »es ist dicht und warm«, und so arbeiten an sechs Tagen in der Woche rund 300 Maler, Schreiner und Installateure daran, die Entwürfe der Designer zu verwirklichen. »Es hat großen Spaß gemacht, diesmal vom weißen Blatt aus zu arbeiten«, erzählt Heiko Ostmann von TEC Architecture. Im Gegensatz zum Kameha Grand Bonn, dessen Gebäude ursprünglich als Bürogebäude konzipiert war, stand in Zürich glasklar ein exzeptionelles Hotelgebäude an, aber auch eines, so Ostmann, das der Umgebung Tribut zollt: »Man kann den Einfluss des Geistes eines Ortes nicht ignorieren. Der Schweiz zum einen, aber auch der Lage des Hotels mitten im Geschäftsviertel schuldeten wir ein gewisses Maß an Klassik und Ernsthaftigkeit.« So wird die Idee eines Gebäudes, das – typisch Schweiz – Sicherheit symbolisieren soll, mit einer Fassade gelöst, die nach außen hin geschlossen wirkt, aber praktisch komplett aus Glas besteht. Den changierenden »Cordhoseneffekt« bewirken in geschwungenen Formen angeordnete Metallelemente. Beim Interior Design ist man versucht zu sagen, dass sich wie schon in Bonn der preisgekrönte Niederländer Marcel Wanders »austoben« konnte. Zusammen mit seiner 50 Mann starken Truppe (»We are a crazy bunch of people«) ließ sich Wanders insbesondere von der Schweiz und ihrer Symbolik inspirieren. Herausgekommen ist dabei eine Inneneinrichtung, die augenzwinkernd mit Elementen spielt, welche gemeinhin der Schweiz zugeordnet werden: Trennelemente, die wie Schokoladentafeln aussehen, Minibars in Tresorform, stilisierte Goldmünzen als Einleger im Teppich oder an der Rückwand der Bar und immer wieder die Glocke als Symbol für Ankunft und Zusammenkunft – der Gast kann immer und überall Symbolhaftes entdecken und nachvollziehen.

Natürlich gibt es auch wieder eine Kameha Blume – vielmehr ein ganzes Bouquet an Blumen, wobei der Designer neben Bergblumen wie Enzian und Silberdistel spitzbübisch auch eine holländische Tulpe mit eingeschmuggelt hat. Altes und Neues, regionale und internationale Elemente sind eingeflossen in die Gestaltung der 224 Zimmer und zehn Suiten, zweier Restaurants, einer Cigar Lounge, einer Shisha Lounge und der Puregold Bar. Gigantisch der Kameha Dome in Schwarz-Weiß-Rot, der mit über 700 Quadratmetern die größte Veranstaltungsfläche der Schweiz darstellt.

Ihrer Fantasie nahezu freien Lauf lassen konnten Wanders und Team beim Interior Design der elf Themensuiten, die so aussagekräftige Namen tragen wie »Pokerface Suite« (ausgestattet mit Roulettetisch und Pokerkarten), »Watchmaker Suite« (Uhren, Uhren, Uhren) oder »Workout Suite« (mit Laufband und Hantelbank). Hier macht Wanders seinem Spitznamen »Lady Gaga of Design« alle Ehre.

Als starken Buchungspartner, »der meine Marke so lässt, wie sie ist, der aber auch Kunden hat, an die ich sonst nicht herankomme« hat sich Carsten K. Rath die Autograph Collection von Marriott gesucht, sodass das Kameha Grand Zürich auch über Marriott.com buchbar ist. John Licence von Autograph Collection freut sich über sein erstes Mitglied in der Schweiz, dessen Individualität und »luxury approach« perfekt zur Gruppe passt. Umgekehrt profitieren die Kameha-Gäste vom beliebten Marriott-Bonusprogramm.

»Wir werden unser Publikum zu überzeugen wissen«, ist sich Rath sicher, »nicht nur mit einer einzigartigen Destination, sondern auch mit der uns eigenen Mischung aus Lifestyle und Lebensfreude. Vor allem aber mit dem freundlichsten, herzlichsten und aufmerksamsten Service der ganzen Branche.«

 

Drei Fragen an: Carsten K. Rath

Tophotel: Herr Rath, wie wollen Sie das Kameha Grand im stark besetzten Züricher Markt positionieren?
Carsten K. Rath: Von Montag bis Donnerstag sind wir ganz klar ein Corporate-Hotel. Zum einen prädestiniert uns die Nähe zu Flughafen und Hauptbahnhof dazu, zum anderen sind wir am Standort umgeben von Blue Chip Companies wie beispielsweise der Crédit Suisse. Mit unseren Veranstaltungsräumen stehen wir zudem einzigartig da. Für eine Million Schweizer Franken sind bereits Veranstaltungen eingebucht, für sechs Millionen laufen die Angebote.


Tophotel: Und am Wochenende?
Rath: Das wird zweifellos schwierig. Da gibt es eine große Konkurrenz, vor der wir auch viel Respekt haben. Aber genau deswegen muss das Kameha Grand ein Lieblingsplatz werden, ein Place to be mit großer Ausstrahlung und Anziehungskraft. Außerdem werden wir in Verbindung mit unseren Themensuiten Erlebnispackages schnüren, die so noch nicht dagewesen sind. 


Top hotel: Wie sind Ihre Ziele für 2015 gesteckt und inwieweit steht die Mannschaft?
Rath: Wir peilen eine durchschnittliche Auslastung von 60 Prozent und einen Durchschnittspreis von 290 Schweizer Franken an, das sind rund 240 Euro. Unser All-Day-Conference-Package wird mit 98 Euro sehr erschwinglich sein. In puncto Personal sind wir hervorragend aufgestellt mit einer Mischung aus bewährten Mitarbeitern und Nachwuchskräften. 30 Kollegen waren es im Pre-Opening-Team, 90 weitere sind bereits eingestellt und 60 suchen wir noch.

 

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