Neue Initiative
»Kaffeesteuer? Nein Danke!«

Die Kaffeesteuer – ursprünglich als Luxussteuer erhoben – ist den wenigsten bekannt. Dabei macht sie bis zu einem Drittel des Endverbraucherpreises aus. Für mehr Preistransparenz und die Abschaffung der »Doppelsteuer« setzt sich J.J. Darboven mit einer neu gegründeten Initiative ein.

In den meisten europäischen Ländern gehört die Kaffeesteuer längst der Vergangenheit an. Lediglich in Belgien, Dänemark und Deutschland wird sie noch erhoben. Der Steuersatz für Röstkaffee beträgt in Deutschland 2,19 Euro, für löslichen Kaffee sogar 4,78 Euro pro Kilogramm. Dieser wird auf den Kaffeepreis aufgeschlagen und dann noch einmal mit entsprechender Mehrwertsteuer belegt. Im Einzelhandel macht diese sieben Prozent aus, in der Gastronomie und beim Coffee to go 19 Prozent. Der Fis­kus nimmt nach Auskunft von J.J. Darboven so rund eine Milliarde Euro jährlich ein und erzeugt zudem das höchs­te Kaffeepreisniveau in Europa.

Mangelnde Transparenz

Angesichts kontinuierlich steigender Rohstoffpreise gehe dies immer stärker zu Lasten der Kaffeeerzeuger und der Verbraucher in Deutschland, die für ein Produkt des täglichen Lebens doppelt besteuert würden – im Regelfall, ohne dies zu wissen. »Die mangelnde Transparenz für die Bürger ärgert mich seit Langem. Ich habe mich daher entschlossen, im Rahmen einer Initiative etwas für die Abschaffung der Kaffeesteuer zu unternehmen«, zeigt sich Albert Darboven, der die Aktion ins Leben gerufen hat, entschlossen. Ein reduzierter Kaffeepreis komme allen Verbrauchern zugute und führe außerdem dazu, dass fair gehandelter Kaffee zu einem für alle Einkommensklassen erschwinglichen Preisniveau in den Läden zu finden sein wird. »Nachhaltig erzeugter Kaffee muss für die Verbraucher günstiger werden«, fordert Albert Darboven. »Nur so kann auch der Absatz von fair gehandelten Produkten steigen und die Lebensumstände der Kaffeebauern werden sich langfristig verbessern.« Bei einer Abschaffung der Kaffeesteuer werde er die Kostenersparnis in vollem Umfang durch einen reduzierten Kaffeepreis weitergeben, verspricht der Inhaber der J.J. Darboven GmbH.

Stimmen gegen Kaffeesteuer

Alle Informationen über die »Initiative gegen die Kaffeesteuer« finden Interessierte auf der Website www.gegen-kaffeesteuer.de. Über ein Onlineformular kann man dort seine Stimme für die Abschaffung der Steuer abgeben. Wer nicht über einen Onlinezugang verfügt, kann eine Postkarte an die »Initiative gegen die Kaffeesteuer« in 20645 Hamburg schicken. Eine weitere Teilnahmemöglichkeit ist der Versand einer SMS mit dem Text »Kaffeesteuer Vorname Nachname PLZ Wohnort« an die Nummer 84343. Alle gesammelten Unterschriften werden nach Abschluss der Aktion beim Deutschen Bundestag eingereicht. Unterstützt wird die Initiative vom Bund der Steuerzahler Hamburg, verschiedenen Web­sites und Blogs aus dem Bereich Kaffee und dem Institut für Steuerrecht in Köln. »Die Kaffeesteuer ist ein Anachronismus ohne jede Rechtfertigung«, begründet Prof. Dr. Johanna Hey, Direktorin des Instituts für Steuerrecht, ihr Engagement.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok