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Die Angestellten des Hotel Aviva make friends**** s in Oberösterreich müssen künftig nur noch vier Tage die Woche arbeiten. © Aviva

Während einige Branchenvertreter in Deutschland noch für eine Flexibilisierung der Arbeitszeit kämpfen, geht das Hotel Aviva make friends**** s in St. Stefan am Walde im Mühlviertel (Oberösterreich) einfach ganz neue Weg. Das Haus führt für seine Angestellten eine Vier-Tage-Woche ein.

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Guido Zeitler ist stellvertretender Vorsitzender der NGG

Die Debatte um die Änderung des Arbeitszeitgesetzes (wir berichteten) reißt nicht ab. Nachdem der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband, der sich für die Umstellung einsetzt, unlängst anlässlich der Bundestagswhal Politiker nach deren Meinung befragt hatte, legt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) nochmal nach – und untermauert ihre These mit Zahlen.

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Vor einigen Wochen hat die NGG die Arbeitsbedingungen im Gastgewerbe angeprangert und gefordert, die Mindestlohngrenze einzuhalten. Anlass war auch der Ausbildungsreport, in dem die Branche schlecht abschnitt. Achim Kniese (57), dem mehrere Hotels und Restaurants in Bad Hersfeld gehören, äußert sich nun gegenüber der Hersfelder Zeitung zu den Problemen der Branche.

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Ministerpräsident Winfried Kretschmann / Ohl

Eines der Hauptthemen auf dem DEHOGA-Landesdelegiertentag Mitte November in Donaueschingen war die Forderung nach flexiblerer Gestaltung der Arbeitszeiten im Gastgewerbe. Der Landesverband Baden-Württemberg appellierte an Ministerpräsident Winfried Kretschmann, sich im Interesse der Tourismuswirtschaft für mehr Flexibilität einzusetzen. Dieser sicherte seine Unterstützung zu.

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Dehoga-Präsident Guido Zöllick, Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges

Einer aktuellen Umfrage Des Branchenverbands schränkt jeder zweite Betrieb aufgrund des Arbeitszeitgesetzes Öffnungszeiten und Leistungsangebote ein. Dehoga-Präsident Guido Zöllick plädiert deshalb für eine Wochenarbeitszeit und beruft sich auf EU-Lösungen.

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v.li.: Ernst Fischer (DEHOGA), Burkhard Siebert (NGG), Jürgen Gangl (HDV)

Eine Aussage von Ernst Fischer, Präsident des DEHOGA Bundesverbands, sorgt seit vergangener Woche für Wirbel in der Branche. Es geht dabei um die Forderung nach einer Anpassung des Arbeitszeitgesetzes im Gastgewerbe. Nach einer scharfen Reaktion der Gewerkschaft NGG meldete sich nun die HDV zu Wort.

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Der Beirat der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat Guido Zeitler mit 91 Prozent der abgegebenen Stimmen zum stellvertretenden Vorsitzenden der NGG gewählt. In seiner Antrittsrede hat Guido Zeitler die aktuellen Forderungen der Dehoga deutlich kritisiert und Änderungen des Arbeitszeitgesetzes strikt abgelehnt. Update: So reagiert der Dehoga auf das NGG-Statement.

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Guido Zeitler

Als „zynisch“ hat Guido Zeitler, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), den Vorschlag der Wirtschaftsweisen bezeichnet: Das Gremium hatte kürzlich wieder eine Lockerung bei der täglichen Arbeits- und auch Ruhezeit gefordert. Die NGG lehnt das entschieden ab.

Tourismusminister Guido Wolf (CDU) will Hoteliers und Gastronomen bei ihrer Forderung nach einer Reform des Arbeitszeitgesetzes unterstützen. Das teilte er bei einem Treffen der Dehoga-Landesdelegierten in Rastatt mit. Sollte es zu Gesprächen für eine große Koalition von SPD und CDU im Bund kommen, werde man entschieden für flexiblere Arbeitszeiten eintreten.

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Nicht immer lassen sich Verordnungen in der Praxis reibungslos umsetzen

Mittlerweile bestimmen zahlreiche Verordnungen wie das Arbeitszeitgesetz den Alltag in Gastronomie und Hotellerie und erschweren zum Teil den Service am Gast. Wie also geht es weiter, Frau Nahles? Diese Frage stellt sich VSR-Präsidentin Andrea Nadles.

Der Dehoga fordert schon lange eine Reform des Arbeitszeitgesetzes in Deutschland, die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) lehnt sie ab. In Österreich sollen die Arbeitszeiten nun offenbar tatsächlich flexibilisiert werden. Das berichtet nachrichten.at

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