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NGG-Aktion aus 2015

»Man sollte sich mit so einer Schmuddelbranche eigentlich gar nicht einlassen.« Das sagte Uwe Ledwig, Geschäftsführer der NGG Berlin-Brandenburg, jüngst gegenüber der Tageszeitung "Neues Deutschland", im Zusammenhang mit den Arbeitsbedingungen im Gastgewerbe. Auch sprach Ledwig von »knechten, ausbeuten und drangsalieren«.

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Guido Zeitler ist stellvertretender Vorsitzender der NGG

Die Debatte um die Änderung des Arbeitszeitgesetzes (wir berichteten) reißt nicht ab. Nachdem der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband, der sich für die Umstellung einsetzt, unlängst anlässlich der Bundestagswhal Politiker nach deren Meinung befragt hatte, legt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) nochmal nach – und untermauert ihre These mit Zahlen.

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Guido Zeitler ist stellvertretender Vorsitzender der NGG

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat sich zum diesjährigen DGB-Ausbildungsreport geäußert, in dem die Ausbildungsberufe des Gastgewerbes wieder schlecht abschneiden. Der Vize-Vorsitzende der NGG, Guido Zeitler, bezeichnet die Ergebnisse als „neuerlichen Weckruf für die Branche“.

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©Gewerkschaft NGG

Der Berufsbildungsbericht 2018, den das Bundeskabinett jüngst verabschiedet hat, zeigt deutlich auch Probleme in der Ausbildung. Insbesondere die Berufe im Lebensmittelhandwerk sowie im Hotel- und Gaststättengewerbe stehen wieder im Fokus, die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) findet dazu klare Worte.

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Vor einigen Wochen hat die NGG die Arbeitsbedingungen im Gastgewerbe angeprangert und gefordert, die Mindestlohngrenze einzuhalten. Anlass war auch der Ausbildungsreport, in dem die Branche schlecht abschnitt. Achim Kniese (57), dem mehrere Hotels und Restaurants in Bad Hersfeld gehören, äußert sich nun gegenüber der Hersfelder Zeitung zu den Problemen der Branche.

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Auch die zweite Verhandlungsrunde zwischen DEHOGA Hessen und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) endete am 27. Januar im hessischen Kelsterbach ohne Ergebnis. Die NGG hatte den gültigen Entgelttarifvertrag mit dem DEHOGA Hessen zum Ende des Jahres 2015 gekündigt.

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In der zweiten Runde haben sich der Arbeitgeberverband DEHOGA Nordrhein-Westfalen und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Landesbezirk NRW nach intensiven Verhandlungen am gestrigen Mittwoch auf einen neuen Tarifabschluss für die circa 380.000 Beschäftigten im Gastgewerbe zwischen Rhein und Weser geeinigt.

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Wie der DEHOGA Rheinland-Pfalz am heutigen Montag verlauten ließ, konnten die Tarifverhandlungen mit der NGG für die Beschäftigten in Hotellerie und Gastronomie abgeschlossen werden. Demnach wurde man sich über differenzierte Lohnsteigerungen einig.

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Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern e.V. sowie die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) haben sich auf einen neuen Entgelttarifvertrag geeinigt. Die Beschäftigten im bayerischen Gastgewerbe erhalten nach einer Einmalzahlung in zwei Stufen eine Lohnerhöhung.

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Der Hauptvorstand der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) wird in der Tarifrunde 2016 eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 4,5 bis 5,5 Prozent fordern; dies betrifft unter anderem das Hotel- und Gaststättengewerbe.

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Der Beirat der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat Guido Zeitler mit 91 Prozent der abgegebenen Stimmen zum stellvertretenden Vorsitzenden der NGG gewählt. In seiner Antrittsrede hat Guido Zeitler die aktuellen Forderungen der Dehoga deutlich kritisiert und Änderungen des Arbeitszeitgesetzes strikt abgelehnt. Update: So reagiert der Dehoga auf das NGG-Statement.

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Guido Zeitler

Als „zynisch“ hat Guido Zeitler, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), den Vorschlag der Wirtschaftsweisen bezeichnet: Das Gremium hatte kürzlich wieder eine Lockerung bei der täglichen Arbeits- und auch Ruhezeit gefordert. Die NGG lehnt das entschieden ab.

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Rund 2,7 Millionen Arbeitnehmer haben 2016 weniger als Mindestlohn verdient. Das geht aus einer Studie des WSI-Instituts der Hans-Böckler-Stiftung hervor. Vor allem das Gastgewerbe ist betroffen. Dazu findet Guido Zeitler von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten klare Worte.

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Informationen der "Neuen Osnabrücker Zeitung" zufolge fordert die Gewerkschaft NGG für mehr als 2,2 Millionen Beschäftigte im Hotel- und Gaststättengewerbe sowie bei Lebensmittelproduzenten ein Lohnplus von bis zu 5,5 Prozent. Auf dem Verhandlungstisch liegen zudem die sogenannten »Demografie-Tarifverträge«.

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»Der Boom in der Branche bedeut allzu oft unbezahlte Mehrarbeit«, sagt die NGG-Vorsitzende Michaela Rosenberger. © NGG

Deutschland verzeichnet einen Übernachtungsrekord – der Inlandstourismus boomt. Das geht aus neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Doch die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) relativiert: »Diese Top-Bilanz ist hart erarbeitet.«

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