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Vor einigen Wochen hat die NGG die Arbeitsbedingungen im Gastgewerbe angeprangert und gefordert, die Mindestlohngrenze einzuhalten. Anlass war auch der Ausbildungsreport, in dem die Branche schlecht abschnitt. Achim Kniese (57), dem mehrere Hotels und Restaurants in Bad Hersfeld gehören, äußert sich nun gegenüber der Hersfelder Zeitung zu den Problemen der Branche.

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Mit einer umfangreichen Studie versucht der DEHOGA Sachsen in Zusammenarbeit mit der SRH Hochschule, die Frage nach Vor- und Nachteilen des Mindestlohnes für das Gastgewerbe in Sachsen zu beantworten. Dieser breit angelegte Vergleich soll eine Bilanz der seit Anfang des Jahres geltenden Regelung ermöglichen.

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DEHOGA

Der Mindestlohn kommt das Gastgewerbe teuer zu stehen – das ist die zentrale Botschaft der qualifizierten Branchenumfrage mit bundesweit knapp 5.000 teilnehmenden Betrieben: Fast drei Viertel (74,0 %) verzeichnen seit 1. Januar 2015 Personalkostensteigerungen. Hinzu kommen für eine breite Mehrheit (67,1 %) gestiegene Kosten für Lieferanten und Dienstleister. 62,3 Prozent beklagen sinkende Erträge.

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www.ngg.net

Flüchtlinge für die Dauer von sechs Monaten vom Mindestlohn ausnehmen: Diesen Vorschlag sieht Michaela Rosenberger (Foto), Mitglied der Mindestlohnkommission und Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), kritisch. Außerdem könnte das ihr zufolge das Ende des Mindestlohns sein.

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Der Zoll hat an zwei Tagen im November bundesweit Kontrollen im Gastgewerbe vorgenommen. In diesem Zuge haben 3.295 Prüfkräfte rund 14.900 Personen befragt. Im Fokus standen die Arbeitsverhältnisse der Beschäftigten und insbesondere die Einhaltung des gesetzlichen Mindestlohnes. Die Pressestelle der Generalzolldirektion berichtet sogar von einigen Festnahmen.

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Im Rahmen des Mindestlohngesetzes wird auch die tägliche Arbeitszeit streng reguliert. Wie darauf in der Praxis reagiert werden kann, zeigt das Kloster Hornbach. Gemeinsam mit Personaltrainer Bernhard Patter wurden mehrere Lösungsansätze für alternative Arbeitszeitmodelle entwickelt.

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Seit Beginn dieses Jahres gilt in Deutschland der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde. Auch nach den ersten Monaten sind sich insbesondere Arbeitgeber und Politik nicht einig: Ist der Mindestlohn Fluch oder Segen? Welche Auswirkungen hat die Regelung auf die einzelnen Branchen? Mit einer umfangreichen Studie versucht der DEHOGA Sachsen nun in Zusammenarbeit mit der SRH Hochschule Berlin am Campus Dresden diese Frage für das Gastgewerbe in Sachsen zu beantworten.

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Rund 2,7 Millionen Arbeitnehmer haben 2016 weniger als Mindestlohn verdient. Das geht aus einer Studie des WSI-Instituts der Hans-Böckler-Stiftung hervor. Vor allem das Gastgewerbe ist betroffen. Dazu findet Guido Zeitler von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten klare Worte.

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Höhere Belastung für Hotels: Die Mindestlohnkommission hat in ihrer heutigen Sitzung beschlossen, den gesetzlichen Mindestlohn ab dem 1.  Januar 2017 auf 8,84 Euro brutto pro Stunde festzusetzen. Der Anstieg um 34 Cent ist etwas höher als erwartet.

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Pascal Kober (FDP) stellte den Antrag auf die Anhebung der Verdienstgrenze von Minijobbern am heutigen Freitag im Bundestag vor. / Screenshot (www.bundestag.de): Top hotel

Derzeit liegt die Verdienstgrenze bei sogenannten Minijobs bei 450 Euro – die FDP beantragte die Heraufsetzung dieser Grenze. Der Bundestag hat darüber hat am heutigen Freitag diskutiert. Während die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten das als alarmierenden Trend sieht, befürwortet der Dehoga den Gesetzesentwurf ganz entschieden.

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Phantomlohn vermeiden: Während sich Mini-Jobber seit Januar 2017 über den erhöhten Mindestlohn von 8,84 brutto je Arbeitsstunde freuen, kann sich die Erhöhung für Arbeitgeber zu einer Stolperfalle entwickeln.

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