Hotelmarkt Hamburg
Kritik an der Hotelentwicklung

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Immer mehr Hotelketten drängen auf den Hamburger Hotelmarkt. 2017 werden rund 14 Millionen Übernachtungen erwartet. Dementsprechend hart umkämpft sind Flächen in attraktiven Lagen, um neue Hotels zu bauen. Besonders begehrt ist St. Pauli. Das berichtet das Hamburger Abendblatt.

An der der Simon-von-Utrecht-Straße, nahe der Reeperbahn liegt ein Filetgrundstück, desssen Verkauf unlängst eine Diskussion in der örtlichen Politik angestoßen hat. Ursprünglich wollte der Hamburger Hotelier Kai Hollmann dort eine Superbude bauen. Mit diesem Konzept, das sich auch an weniger betuchte jüngere Gäste richtet, gibt es bereits zwei Häuser in der Hansestadt. Die für 2018 geplante Eröffnung fällt nun aber ins Wasser. Denn  Premier Inn hat sich die Premiumlage gesichert. Am Ende scheiterte der Deal am Geld, sagt Hotelier Hollmann.

Im Zuge dessen wird nun Kritik von Seiten der örtlichen Grünen und SPD laut. Die Simon-von-Utrecht-Straße sei bereits eine Kettenmeile; dort haben sich Ibis, Etap und Holiday Inn angesiedelt. "Hamburg braucht neue Hotels, aber es darf nicht so weitergehen, dass eine Kette nach der anderen an attraktiven Standorten eröffnet. Diese Hotels sind austauschbar, eines gleicht dem anderen und keine Spur von Individualität", sagte Mittes Grünen-Fraktionschef Michael Osterburg. Er fordert, dass die Stadt bei der Vergabe von Grundstücken und Baugenehmigungen künftig individuelle Konzepte von innovativen Projektentwicklern bevorzugt.

Besonders begehrt bei den Hotelketten sind offenbar Flächen im Stadtteil Hammerbrook. Dort sind in den vergangenen Jahren mehr als 1000 neue Hotelzimmer entstanden. Zuletzt hat in Hamburg das Holiday Inn City Nord mit 297 Zimmern eröffnet. Und es kommen weitere Häuser dazu: Im Sommer ist Meliá mit einem Haus am Högerdamm gestartet. In der Nachbarschaft an der Nordkanalstraße wurden vor Kurzem die Hotels Hampton by Hilton und Holiday Inn Express bezogen.

Quelle: www.abendblatt.de

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