Studie: Institut der deutschen Wirtschaft unterstreicht herausragende Bedeutung des Gastgewerbes

Bildquelle: Guido Zöllick (r.) und Prof. Dr. Michael Hüther

Studie

Institut der deutschen Wirtschaft unterstreicht herausragende Bedeutung des Gastgewerbes

Im Rahmen einer Pressekonferenz hat der Dehoga heute zusammen mit dem Institut der deutschen Wirtschaft in Köln eine 70-seitige Studie zum deutschen Gastgewerbe vorgestellt. Die wichtigsten Ergebnisse: Volkswirtschaft, Arbeitsmarkt, Regionen und Gesellschaft profitieren von Gastronomie und Hotellerie, zudem wächst das Gastgewerbe schneller als Gesamtwirtschaft. Und: Die  Branche gehört bei Gründungen und Digitalisierung zur Spitze.

Anlass und Ziel der Studie sei nach Information von Guido Zöllick gewesen, die »Leistungen unserer Unternehmer und Beschäftigten richtig beurteilen«. Dafür sind Zahlen und Fakten ausschlaggebend, weshalb das Institut der deutschen Wirtschaft hinzugezogen wurde.

Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts, fasst die Ergebnisse wie folgt zusammen: „Das Gastgewerbe trägt maßgeblich zur Lebensqualität und Standortattraktivität bei. Die Branche ist ein unverzicht-barer Teil des öffentlichen Lebens. Ihre Bedeutung speist sich nicht nur aus ihrer Wirtschaftskraft und Dynamik. Sie leistet darüber hinaus wertvolle Beiträge zum sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft.“ Gerade in den Regionen ist das Gastgewerbe ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. 

Volkswirtschaftliche Bedeutung: Mit einer Bruttowertschöpfung von fast 45 Milliarden Euro gehört das Gastgewerbe zu den größten Branchen des Landes. Über Einkäufe von Vorprodukten und Materialien ist die Branche stark mit anderen Wirtschaftsbereichen verbunden. Bei Berücksichtigung dieser Kreislaufeffekte ergibt sich eine Gesamt-Bruttowertschöpfung von 84,8 Milliarden Euro.

Arbeits- und Ausbildungsmarkt: Knapp 60 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sind Fachkräfte – die Quote ist genauso hoch wie im Durchschnitt der Gesamtwirtschaft. Mit Blick auf die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist das Gastgewerbe die internationalste Branche.

Gesellschaftliche Funktion: In jeder Region (kreisfreie Stadt oder Landkreis) beträgt der Anteil des Gastgewerbes an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mindestens ein Prozent. In 342 von 402 Kreisen liegt der Anteil bei mindestens zwei Prozent. Das stützt die These der flächendeckenden Bedeutung.

Gründungs- und Digitalisierungsbranche: Mit neun Gründungen je Bestandsunternehmen gehört die Gastronomie zur Spitzengruppe. Zudem nutzt die Branche die Chancen der Digitalisierung, etwa durch Abrechnungssysteme oder digitale Bestell- und Buchungssysteme. Hier ist die Hotellerie der Studie zufolge die am stärksten digitalisierte Branche Deutschlands.

Die Studie steht HIER zum Download bereit.