Fluggesellschaft: airberlin meldet Insolvenz an – Bund gibt Kredit

Bildquelle: Die Maschinen von airberlin fliegen vorerst trotz Insolvenz weiter

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airberlin meldet Insolvenz an – Bund gibt Kredit

Die Fluggesellschaft airberlin hat Insolvenz angemeldet. Weil der Bund dem Unternehmen mit einem Überbrückungskredit aushilft, müssen sich Kunden vorerst keine Gedanken darüber machen, wie sie aus dem Urlaub zurück in ihr Heimatland kommen.

Die Gesellschaft hatte nach eigenen Angaben am Dienstag beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Hintergrund ist die Mitteilung der Etihad, dass diese nicht mehr beabsichtigt, airberlin finanziell zu unterstützen. Insgesamt hat das Unternehmen laut Tagesschau.de Schulden in Höhe von 1,2 Milliarden Euro.

Um den Flugbetrieb auch langfristig aufrecht zu erhalten, springt die Bundesregierung mit einem Brückenkredit in die Bresche. Das bedeutet für Urlauber und Geschäftsreisende: Kein Flug von airberlin und NIKI wird gestrichen, die Flugpläne bleiben gültig und gebuchte Tickets behalten ihre Gültigkeit. Zudem sind vorerst alle Flüge weiterhin buchbar. "Selbstverständlich sind die Flüge bei uns sicher und Reisende können beruhigt bei uns buchen", sagte Airberlin-Sprecherin Theresa Krohn am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP.

Die Verhandlungen mit Lufthansa und weiteren Partnern zum Erwerb von Betriebsteilen – airberlin soll mit hoher Wahrscheinlichkeit zerschlagen werden – sind laut airberlin bereits weit fortgeschritten und verlaufen erfolgversprechend. Die Verhandlungen sollen zeitnah finalisiert werden. Thomas Winkelmann, CEO von airberlin, sagt: „Wir arbeiten unermüdlich daran, in dieser Situation das Beste für das Unternehmen, für unsere Kunden und unsere Mitarbeiter zu erreichen.“

Doch wie wird sich eine Teil-Übernahme der insolventen airberlin durch den Lufthansa-Konzern auf die Ticketpreise auswirken? Nach Auffassung eines Verbraucherschützers wird sie nicht automatisch zu höheren Flugpreisen für Passagiere führen. „Es wird auch darauf ankommen, wer noch zum Zuge kommt“, erklärte der Touristik-Experte der Verbraucherzentrale Bundesverband, Felix Methmann, der Deutschen Presse-Agentur (dpa).