Erhebung
Direkte Zimmerbuchungen günstiger als auf Portalen

Rund 416 Millionen Mal riefen Reisende die zehn größten Hotelbuchungsportale wie Booking, Expedia oder Ab-in-den-Urlaub alleine im Mai 2017 auf, um ein günstiges Hotelzimmer zu finden. In einer stichprobenartigen Studie stellte die Verbraucherplattform mydealz.de fest, dass Direktbuchungen allerdings für den Gast fast immer günstiger sind. Die Preisunterschiede waren teilweise gravierend.

Das Verbraucherforum hat für insgesamt 200 zufällig ausgewählte Hotels – unter anderem in den zwanzig bevölkerungsreichsten deutschen Städten – ermittelt, ob und wie stark die Preisunterschiede zwischen Hotelwebseiten und Buchungsportalen differieren. Im Fokus standen dabei sowohl die Verfügbarkeit als auch die Qualität des jeweiligen Angebots.

Zwar ist die Studie nicht repräsentativ, liefert aber doch teilweise deutliche Erkenntnisse zu den preislichen Unterschieden. In Dresden beispielsweise unterschieden sich die Preise für ein Doppelzimmer der Vier-Sterne-Kategorie enorm: Im Hotel Elbflorenz hätten die Tester 47,43 Euro (36,89 Prozent) im Schnitt sparen können, wenn sie ein Zimmer zum günstigsten statt zum teuersten Preis gebucht hätten. Und das bei gleicher Zimmerkategorie und gleichen Zahlungs- und Stornobedingungen.

Die Tester fanden heraus, dass die besten Preise für Zimmer in 61 der 100 internationalen und 76 der 100 deutschen Hotels nicht bei einem Buchungsportal, sondern direkt auf der Seite des jeweiligen Hotels angeboten werden. Mit einer Bestpreisquote von glatten 69 Prozent lagen Hoteliers damit in der Gesamtwertung klar vorne. Keines der zehn in Deutschland größten Buchungsportale erwies sich als ähnlich preiswert.