Hotelmarkt Köln

Statik-Probleme im Dom-Hotel

Bereits mehrere Male sollte die Sanierung des Dom-Hotels bereits beginnen – ursprünglich sollte es im Herbst 2014 wieder eröffnet werden. Kürzlich wurde bekannt, dass Teile des denkmalgeschützten Gebäudes aufgrund schlechter Statik sogar abgerissen werden müssen. Nach Informationen der »Kölnischen « ist der Termin Mitte 2019 nicht zu halten.

Seit vier Jahren schon steht das künftig von der Althoff-Gruppe geführte Fünf-Sterne-Hotel leer (wir berichteten). Vor gut einem Jahr sollte zuletzt mit der Generalsanierung begonnen werden – nach den überarbeiteten Plänen soll die Eröffnung Ende 2018 erfolgen. Dann stellte man fest, dass die Bausubstanz noch schlechter ist, als zuvor angenommen – teilweise muss das Gebäude abgerissen werden.

Im Mai 2016 hat der Eigentümer, die Bayerische Versorgungskammer, begonnen alle nicht tragenden Elemente zu entfernen: insgesamt 3000 Tonnen, davon 890 Tonnen Schadstoffe, etwa Asbest. Wie die Kölnische Rundschau berichtet, häufen sich die Probleme: Teils sei Holz in den Decken verbaut, an anderen Stellen seien riesige Löcher in den Wänden, der Beton decke nur gerade so die Stahlstreben ab, Behelfsstreben sichern jetzt die Statik.

Die BVK will jetzt das Dom-Hotel weiter entkernen, die denkmalgeschützte Fassade, das Treppenhaus und weitere Elemente müssen erhalten bleiben. Die öffentlich-rechtliche Versorgungsgruppe hatte das Hotel 2009 erworben, der Kölner Immobilienhändler Lammerting sollte das Projekt umsetzen. Ursprünglich sollte Lammerting das Haus nur sanieren – im laufenden Betrieb. Der Betrieb ist seit 2013 eingestellt, fraglich bleibt, wann und ob das Dom-Hotel wieder eröffnen kann.

Quelle: Kölnische Rundschau