NGG zu Arbeitszeitgesetz: Guido Zeitler: „Ein Schlag ins Gesicht“

NGG zu Arbeitszeitgesetz

Guido Zeitler: „Ein Schlag ins Gesicht“

Der Beirat der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat Guido Zeitler mit 91 Prozent der abgegebenen Stimmen zum stellvertretenden Vorsitzenden der NGG gewählt. In seiner Antrittsrede hat Guido Zeitler die aktuellen Forderungen der Dehoga deutlich kritisiert und Änderungen des Arbeitszeitgesetzes strikt abgelehnt. Update: So reagiert der Dehoga auf das NGG-Statement.

„Die Forderung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga, die tägliche Arbeitszeit auf bis zu 13 Stunden täglich und an bis zu sechs Tagen in der Woche auszudehnen, ist wirklichkeitsfremd und ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten“, kritisierte Zeitler. Es sei falsch, dass das Arbeitszeitgesetz nicht flexibel ist und Zeitler betonte: Im Gastgewerbe werde seit jeher sehr flexibel gearbeitet – mit wöchentlichen, monatlichen Arbeitszeitkonten, flexiblen Schichtplänen, Teildiensten oder Teilzeitarbeit. „Wer die tägliche Arbeitszeit ausdehnen will, spielt mit der Gesundheit der Beschäftigten.“

Der neue NGG-Vize wies darauf hin, dass die Arbeitgeber nach eigenen Aussagen seit Jahrzehnten gegen das Arbeitszeitgesetz verstoßen und nun versuchen, dies mit der Änderung des Gesetzes zu legalisieren. Guido Zeitler ist Verhandlungsführer in der Tarifrunde Systemgastronomie. In der nächsten Verhandlung am 6. und 7. April in Wiesbaden erwartet er vom Bundesverband der Systemgastronomie (BdS), dass er endlich ein verhandelbares Angebot vorlegt. „Wir lassen uns nicht mit ein paar Cent über Mindestlohn abspeisen.“

So reagieren Branchenvertreter auf der Facebook-Seite von Top hotel

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Zur Person: Guido Zeitler ist gelernter Hotelfachmann und seit 1999 bei der NGG beschäftigt. Seit zehn Jahren hat er als Referatsleiter für das Gastgewerbe in der NGG-Hauptverwaltung gearbeitet. Die Wahl eines neuen stellvertretenden NGG-Vorsitzenden auf einer außerordentlichen Beiratssitzung war notwendig geworden, weil Burkhard Siebert aus persönlichen Gründen seinen Rücktritt als stellvertretender Vorsitzender erklärt hatte. Es wird künftig wieder als Geschäftsführer der NGG-Region Heilbronn arbeiten.