BIM in Hotellerie und Gastronomie
Schwachstellen schon bei der Planung ermitteln

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Building Information Modeling heißt zu Deutsch Gebäudedatenmodellierung. Es beschreibt eine Vorgehensweise der optimierten Planung, Ausführung und Bewirtschaftung von Gebäuden mithilfe einer Software. Dabei werden alle relevanten Gebäudedaten sowie auch dessen Einrichtungen und Geräte digital erfasst, kombiniert und vernetzt. Das Gebäude wird als virtuelles Gebäudemodell auch geometrisch bzw. grafisch angezeigt.

Dieses digitale Konzept wird nicht nur für die Planung, sondern auch während des Bauprozesses selbst, später für die Verwaltung und am Schluss für den Abriss verwendet. Das heißt, dass man während des vollständigen Lebenszyklus eines Gebäudes die anfallenden Kosten ermitteln kann.

Wie geht das? Voraussetzung ist, dass jedes einzelne Bauelement und jeder Bestandteil eines Gebäudes digital erfasst wird (siehe Bild).

Man kann also Hersteller Marke, Modell und Serien-Nummer (die später für die Wartung relevant ist) festlegen. Da auch Preise und Leistungen sowie eventuelle Wartungsintervalle mit deren Kosten eingegeben werden können, ist eine Simulation möglich und somit eine Entscheidung leichter zu fällen. Man kann Schwachstellen schon in der Planungsphase ermitteln und somit Kosten einsparen. Mit anderen Worten: Das Gebäude wird dynamisch und interaktiv. Es sind also weniger Überraschungen zu erwarten und eine Simulation kann bei wichtigen Entscheidungen helfen.

Wann wird dies zur Wirklichkeit? Viele Länder haben bereits Gesetze verabschiedet, womit öffentliche Projekte nur noch in BIM geplant werden – in Deutschland seit 2017. Es ist also an der Zeit, sich mit BIM auseinanderzusetzen.