Karriere
Tipps für die Gehaltsverhandlung

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Kaum eine Situation im Berufsleben ist so speziell wie die Gehaltsverhandlung. Hier ist von seiten des Arbeitnehmers außer Mut und Selbstbewusstsein eine gute Vorbereitung gefragt.

Was in erster Linie zählt, sind gute Argumente. Umsatzzuwächse oder erfolgreiche Projekte sorgen für Pluspunkte. Gehaltsforderungen lassen sich aber auch mit neuen Aufgaben oder einer Beförderung verbinden.

Doch es kommt nicht nur auf die Leistung an, vielmehr ist es nach Meinung von Personalberatern von elementarer Bedeutung, wie geschickt man diese verkauft. Deshalb raten sie, Argumente, Körpersprache und Antworten vorher zu üben, eventuell mit einem Freund in der Rolle des Vorgesetzten.

Eine Verhandlung erfolgreich zu führen, das beinhaltet auch die richtige Kleidung und das Schaffen einer angenehmen Atmosphäre. Wer in einem Gehaltsgespräch etwas erreichen will, sollte zudem hellwach sein. Weiterhin könnten folgende Tipps für ein positives Ergebnis hilfreich sein:

●    Zwischen Tür und Angel kann kein konstruktives Gehaltsgespräch stattfinden. Basis des Erfolges ist daher der Termin. Berücksichtigen müssen Sie dabei die Abläufe im Unternehmen.
●    Recherchieren Sie die Durchschnittsgehälter Ihrer Branche und im Fall eines Vorstellungsgesprächs vor allem auch alle Daten zum Unternehmen gründlich und genau.
●    Rechnen Sie immer nur in Jahresgehältern. Fragen Sie aber auch, wie sich dieses zusammensetzt. Erhalten Sie etwa ein 13. Monatsgehalt? Besonders bei vielen tariflich geregelten Tätigkeiten ist ein – zumindest anteiliges – 13. Gehalt üblich.
●    Erkundigen Sie sich eingehend nach anderen Leistungen, die in Ihrem Unternehmen üblich sind. Ein Kindergartenplatz kann Ihnen unter Umständen viel wert sein.
●    Ein Verweis auf die innerbetriebliche Gehaltsstruktur ist kein treffliches Gegenargument mehr. Sie sollten den Standpunkt vertreten, dass unterschiedliche Leistungen und Arbeitsqualität auch unterschiedlich bezahlt werden sollten. Wichtig: Vergleichen Sie sich nicht mit Kollegen. Wer schlecht über Mitglieder des Teams spricht, setzt sich in ein ungünstiges Licht.
●    Ihre private finanzielle Lage spielt für Ihre Forderungen keine Rolle, denn das Gehalt bestimmt sich allein aus Ihren betrieblichen Leistung. Sie haben ein Haus gebaut und die Hypothek drückt oder der Familienzuwachs strapaziert das Budget – mit diesen Argumenten schaden Sie sich nur selbst.
●    Sehen Sie sich mit einem Nein konfrontiert, dann bleiben Sie initiativ. Fragen Sie nach den Gründen für die Ablehnung. Versuchen Sie dabei herauszufinden, welche Argumente Ihres Vor-gesetzten mit Ihrer Person zu tun haben und welche Sie nicht beeinflussen können. Was müssten Sie aus der Sicht Ihres Chefs mehr leisten, damit Ihre Gehaltsforderung gerechtfertigt wäre? Die Antwort auf diese Frage kommt einer Zielverein-barung gleich. Folgen Sie dieser Zielvereinbarung, dann haben Sie bei der nächsten Gehaltsverhandlung sehr gute Karten.
●    Generell gilt: Sorgen Sie für eine entspannte Atmosphäre. Dazu gehört, dass Sie Ihrem Vorgesetzten zu jedem Zeitpunkt vermitteln, gern in seiner Abteilung zu arbeiten. Wer den Ein-druck vermittelt, dass die innere Kündigung bereits vollzogen ist, schadet seinem Fortkommen im Betrieb.

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