Studie:  Hotels hinken bei Branchentechnologie hinterher

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Studie

Hotels hinken bei Branchentechnologie hinterher

Eine aktuelle, teilweise auf Umfrageergebnissen basierende Studie zeigt auf, dass die Hotellerie bei der Einführung neuer Branchentechnologien hinter ihren Möglichkeiten zurückbleibt. In der Veröffentlichung heißt es, auch im Jahr 2020 würden voraussichtlich noch die gleichen Technologien wie zehn Jahre zuvor verwendet.

Während Hoteliers im Jahr 2020 anspruchsvolle Gäste und „Digital Natives“ im Hotel erwarten, bleiben ihre Pläne für die Branchentechnologie in den frühen 2000er-Jahren stecken. Dies ist das überraschende Forschungsergebnis von „Die Hotelindustrie im Jahr 2020“, durchgeführt von Peter O’Connor, IDeaS Revenue Solutions, Revinate und SiteMinder. Die Studie kompilierte Umfrage-Ergebnisse von mehreren hundert führenden Hoteliers weltweit und die Erkenntnisse einer „Visions-Sitzung“ mit erfahrenen Hoteliers und Beratern, die während der World Travel Market (WTM) London im November 2016 statt fand.

Laut Peter O’Connor, Professor an der ESSEC Business School, erwartet die Hotellerie anspruchsvolle Gäste, die auf der Suche nach einzigartigen Erfahrungen sind und höhere Erwartungen haben. Als „Digital Natives“ werden diese Gäste vor allem Mobilgeräte in Anspruch nehmen, um sich vor, während und nach dem Hotelaufenthalt mit den Hotels in Verbindung zu setzen. 

Auf die Frage, auf welche Technologie Hotels im Jahr 2020 nicht verzichten könnten, nannten die Befragten vorwiegend Systeme, die bereits in vielen Hotels implementiert sind, darunter Revenue Management-Systeme, Customer Relationship Management-Systeme, Property Management-Systeme, Channel Manager und E-Marketing-Lösungen.

„Diese Ergebnisse spiegeln den hohen Grad an Konservatismus in der Hotellerie wider, vor allem, wenn es um Technologie geht. Es ist, als ob die Branche immer noch mit den gleichen Themen wie vor zehn Jahren beschäftigt ist“, so Thomas Landen, EMEA Marketing Manager bei Revinate.

Experten denken zukunftsorientierter


Im Gegensatz dazu nannte die Expertengruppe – weitgehend operative Manager und Berater britischer und europäischer Hotelimmobilien und Technologieunternehmen – nominierte Middleware, künstliche Intelligenz (AI) und maschinelle Lernsysteme, Vorhersageanalyse-Tools und Management-Dashboards, um umfassendere Ansicht auf den Gast zu erhalten, einhergehend mit Messaging-Lösungen und Bluetooth-Beacons, um so eine tiefere Einbindung anzustreben.

Die Podiumssteilnehmer deuteten an, dass ein Schlüsselhindernis für die branchenübergreifende Implementierung dieser Systeme hochgradig isolierte Kundendaten waren, die eine einzelne, einheitliche 360-Grad-Gastansicht verhindern. Andere Erschwernisse gehen auf Datenschutz und Schutz der Privatsphäre zurück, da viele Länder Gastdatenspeicherung einschränken; außerdem der Branchen-Konservatismus, mit einigen wenigen fortschrittlichen Hotels als Ausnahmen, und der mehrheitlichen Neigung, an etablierten Systemen, die auf dem Markt sind, festzuhalten.

Dai Williams, Managing Director EMEA bei SiteMinder, sagt: „Es ist klar, dass wir in einer Branche tätig sind, die weiterhin auf veraltete und oftmals kostspielige Legacy-Systeme als technologische Unterstützung setzt. Der Widerstand der Hotels in Bezug auf Veränderungen und Innovationen schadet der Weiterentwicklung unserer Branche, die an sich die Notwendigkeit erkannt hat, mit den aktuellen und zukünftigen Kunden schrittzuhalten.