DEHOGA Baden-Württemberg: Ministerpräsident setzt sich für flexiblere Arbeitszeiten ein

Bildquelle: Ministerpräsident Winfried Kretschmann / Ohl

DEHOGA Baden-Württemberg

Ministerpräsident setzt sich für flexiblere Arbeitszeiten ein

Eines der Hauptthemen auf dem DEHOGA-Landesdelegiertentag Mitte November in Donaueschingen war die Forderung nach flexiblerer Gestaltung der Arbeitszeiten im Gastgewerbe. Der Landesverband Baden-Württemberg appellierte an Ministerpräsident Winfried Kretschmann, sich im Interesse der Tourismuswirtschaft für mehr Flexibilität einzusetzen. Dieser sicherte seine Unterstützung zu.

In seiner Rede vor rund 350 Gästen hob der Verbandsvorsitzende Fritz Engelhardt beim Landesdelegiertentag des Verbandes am 14. November in Donaueschingen die Rolle des Gastgewerbes als Job- und Integrationsmotor in Baden-Württemberg hervor. So habe die Branche in den letzten sechs Jahren mehr als 25.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Mit einem Ausländeranteil von 38 Prozent leisteten Gastronomie und Hotellerie zudem einen beachtlichen Beitrag, um Menschen aus anderen Ländern und Kulturen ins Arbeitsleben und damit in die Gesellschaft zu integrieren.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann ergänzte: „Die Mitgliedsbetriebe des DEHOGA arbeiten mit ihren Teams jeden Tag mit viel Herzblut, mit Ideen und Tatkraft, mit Innovationen und Investitionen daran, dass Baden-Württemberg ein beliebtes Reise- und Genießerland ist. Sie  tragen damit auch zur Sicherung von Beschäftigung und Einkommen in vielen anderen Bereichen bei.“

Engelhardt plädierte im Beisein des Ministerpräsidenten aber auch für die Anpassung des deutschen Arbeitszeitgesetzes an die Europäische Arbeitszeitrichtlinie. Statt der aktuell geltenden starren Zehn-Stunden-Obergrenze pro Arbeitstag solle die EU-Regelung gelten, die eine wöchentliche Höchstarbeitszeit von 48 Stunden festschreibt. „Niemand soll in der Summe länger als bisher arbeiten“, betonte Engelhardt. In einer gastgesteuerten Dienstleistungsbranche müssten die Unternehmen jedoch flexibel auf Lastspitzen reagieren können, ohne gegen Gesetze zu verstoßen, so der Verbandschef.

Ministerpräsident Kretschmann erklärte, dass die grünschwarze Landesregierung den Wunsch von Unternehmern und Beschäftigten nach mehr Flexibilität unterstütze und entsprechend im Koalitionsvertrag verankert habe: „Wir möchten den Wünschen der Beschäftigten nach mehr Arbeitszeitsouveränität auf der einen Seite und den Flexibilitätsanforderung der Arbeitgeber auf der anderen Seite Rechnung tragen. Wir wollen vorhandene Hürden abbauen, wozu wir passgenaue Arbeitszeitregelungen brauchen, die den individuellen Bedürfnissen der einzelnen Betriebe und ihrer Beschäftigen entsprechen“, sagte Ministerpräsident Kretschmann.