Hotelmarkt Baden-Württemberg
Stopp bei Marriott-Erweiterung in Heidelberg

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Heidelberg / Fotolia

Das Marriott Heidelberg am Neckarufer darf vorerst nicht wie geplant und lange umstritten erweitert werden. Medienangaben zufolge wurde das Bauvorhaben vom Regierungspräsidium Karlsruhe gestoppt, da das Bauwerk zu nah am Ufer stehen würde.

Wie die Rhein-Neckar-Zeitung online berichtet, sei das Bauvorhaben nicht in Einklang zu bringen mit dem Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) sowie dem Wassergesetz Baden-Württemberg. Diese Bestimmungen fordern einen Abstand von fünf Metern zum Neckarufer, damit der Randstreifen des Gewässers frei und geschützt bleibe.

Die Ablehnung des Bauvorhabens ist eine Reaktion auf einen Einwand des Naturschutzbundes (Nabu), der sich für den Erhalt des westlich vom Hotel gelegenen „Penta-Parks“ einsetzt. Nach der Präsentation des Klimagutachtens der Stadt aus dem Jahr 2015 hatte der Bau- und Umweltausschuss ein vertieftes Kleinklimagutachten zum Bebauungsplan „Marriott“ beantragt und daraufhin den Durchführungsvertrag zu diesem Bebauungsplan vorläufig gestoppt.

Es sei nicht davon auszugehen, dass der Erweiterungsbau überhaupt nicht in Angriff genommen werden kann, heißt es in dem Bericht weiter. Möglicherweise müssten Änderungen am Plan vorgenommen werden, damit ein attraktiver Zugang zum Neckar unter Beachtung des Naturschutzes erhalten bleiben kann. Bisher war auf dem 5.200 Quadratmeter großen Grundstück eine Bebauung im Umfang von 1.700 Quadratmetern geplant, auf denen Marriott ein Residence Inn für Longstay-Gäste errichten will.

Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung, Nabu Heidelberg

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